Jetzt wird der Kreisel gebaut

Kehrsatz

In den nächsten Jahren wird der Breitenacker in Kehrsatz zu einer Grossbaustelle. Am Anfang wird ein neuer Kreisel gebaut, am Ende steht ein neues Quartier.

Die Baustelle Kehrsatz Nord.

Die Baustelle Kehrsatz Nord.

(Bild: Graphik BZ)

Johannes Reichen

Kehrsatz ist bekannt für seine Umfahrungsstrasse. Nun erhält die Gemeinde in den nächsten Monaten vorübergehend eine zweite Umfahrung. Diesmal nicht um das Dorf, sondern um eine grosse Baustelle herum: Der Anschluss der Bernstrasse an die Umfahrungsstrasse wird durch einen Kreisel ersetzt (siehe oben). «Das ist eine grosse Sache», sagt Thomas Schmid, Projektleiter und stellvertretender Kreisoberingenieur. Deshalb wird die Baustellenumfahrung nötig.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits im vergangenen Sommer beginnen. Doch aus verschiedenen Gründen kam es bei der Planung zu Verzögerungen. Nun aber soll es kommenden Montag mit den Installationsarbeiten losgehen.

Umstellung für Autofahrer

Ab Mai erfolgt der Rückbau der Strassenunterführung mit der Aufschüttung des Terrains. Danach wird bis im Herbst der Kreisel gebaut, der auch eine Fussgängerquerung beinhaltet. In dieser Zeit ist während einiger Wochen die Baustellenumfahrung in Betrieb – inklusive einer Verbindung von der Umfahrungsstrasse zur Bernstrasse.

«Die Umstellung wird sicher einige Probleme mit sich bringen», sagt Schmid. Aber sobald sich die Situation eingependelt habe, stelle sie für die Autofahrer keine wesentliche Verschlechterung dar. «Der Stau in den Morgenstunden wird nicht viel länger, als er heute schon ist.» Im September soll der neue Kreisel in Betrieb genommen werden.

Burgergemeinde bezahlt

Die Kosten für den Kreisel betragen 2,7 Millionen Franken. Der Kanton bezahlt 490'000 Franken, die Gemeinde 145'000 Franken. Den Grossteil von 2,065 Millionen Franken übernimmt die Burgergemeinde Bern. Denn sie ist die grosse Nutzniesserin des Kreisels. Auf ihrem Land im Breitenacker entsteht in den nächsten Jahren eine Wohnüber­bauung. Der Kreisel ist Voraussetzung dafür, dass das Gebiet ­erschlossen werden kann.

Deshalb gehen die Bauarbeiten nach dem Kreiselbau gleich weiter. Ab Herbst erfolgt die Detailerschliessung des Breitenackers. Anschliessend werden ein Lidl-Markt und eine Avia-Tankstelle gebaut. 2018 soll der Bahnhofvorplatz der Station Kehrsatz-Nord neu gestaltet werden. Und voraussichtlich ab 2019 wird dann die neue Überbauung entstehen. Geplant sind rund 50 Wohnungen im «mittleren Segment».

Anwohner profitieren

«Wir sind uns bewusst, dass der Kreisel für die Autofahrer keine spürbare Verbesserung bringt», sagt Projektleiter Schmid. Dafür profitierten aber die Anwohner, die unterhalb der Umfahrungsstrasse wohnen. Sie erhalten nun eine direkte Fussverbindung zum Bahnhof Kehrsatz-Nord.

Zudem soll mit einer Zusatzspur für den öffentlichen Verkehr die Pünktlichkeit auf der Postautolinie 340 erhöht werden. Und nicht zuletzt soll der Ortseingang übersicht­licher und freundlicher gestaltet werden.

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