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Jetzt beginnt in der Marktgasse die Intensivbauphase

In Berns Haupteinkaufstrasse fahren die der Bagger auf. Vom 8. April bis 14. September wird die Marktgasse saniert. Für Anwohner und Gewerbler werden die Wochen zur Nervenprobe.

Um den sicheren Trambetrieb bis zur Gesamtsanierung der Marktgasse garantieren zu können, müssen auch diesen Sommer zwischen dem Käfigturm und der Kreuzung Zytglogge die Gleise an mehreren Orten neu untergossen werden.
Um den sicheren Trambetrieb bis zur Gesamtsanierung der Marktgasse garantieren zu können, müssen auch diesen Sommer zwischen dem Käfigturm und der Kreuzung Zytglogge die Gleise an mehreren Orten neu untergossen werden.
Urs Baumann
Die Randabschlüsse zwischen dem Fahrbahn- und dem Fussgängerbereich werden neu ausgestaltet, damit die Trennung auch für Menschen mit einer Sehbehinderung erkennbar sein wird. Erfüllt wird dies durch den Einbau eines speziellen abgeschrägten Randsteins.
Die Randabschlüsse zwischen dem Fahrbahn- und dem Fussgängerbereich werden neu ausgestaltet, damit die Trennung auch für Menschen mit einer Sehbehinderung erkennbar sein wird. Erfüllt wird dies durch den Einbau eines speziellen abgeschrägten Randsteins.
Urs Baumann
Sanierung Marktgasse 1995, Tagwacht (Margareta Sommer)/Stadtarchiv Bern
Sanierung Marktgasse 1995, Tagwacht (Margareta Sommer)/Stadtarchiv Bern
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Die Intensivbauphase bei der Gesamtsanierung der Marktgasse dauert bis zum 14. September. Der Trambetrieb durch die Innenstadt wird bereits am 6. April eingestellt, wie die Verantwortlichen am Montag ausführten.

Für Anwohner und Gewerbetreibende im Unesco-Welterbe Altstadt würden die nächsten 23 Wochen zweifellos zur Nervenprobe, räumte Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) an einer Medienorientierung ein. Denn Lärm und Luftverschmutzung seien unvermeidlich.

Passanten seien zudem in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, und die Fahrgäste von Bernmobil müssten sich an Ausweichrouten, neue Haltestellen und vermehrtes Umsteigen gewöhnen.

Bei der vom Volk letztes Jahr genehmigten Gesamtsanierung der Marktgasse werden neue Tramgleise eingebaut, Werkleitungen für Gas, Wasser und Strom saniert sowie zwei neue Mischwasserleitungen gebaut. Zudem wird die ganze Gasse neu gepflästert.

Bauen von früh bis spät

Die Bauarbeiter arbeiten im Zweischichtenbetrieb an sechs Tagen pro Woche von 6 Uhr morgens bis Mitternacht. Auch Nacht- und Sonntagsarbeit sei zwischendurch nötig, sagte Stadtingenieur Hans-Peter Wyss, werde aber so gering und leise wie möglich gehalten.

Die lärmintensivste Phase findet gleich zu Beginn ab 8. April statt, wenn der «Schienenhobel», ein Grossbagger, die Tramgleise herausreisst. Der hohe Arbeitsrhythmus sei nötig, um bis Mitte September fertig zu sein, sagte Wyss.

Während der Intensivbauphase stehen den Passanten nur die Marktgasse-Lauben als Gehwege zur Verfügung. Sobald die Gleisabbrucharbeiten beendet sind, werden zwei Übergänge installiert, einer beim Bärenplatz, der andere in der Mitte der Marktgasse.

Shuttle-Kurs zwischen Bahnhof und Zytglogge

Erhebliche Umstellungen sind beim öffentlichen Verkehr zu gewärtigen, wie Bernmobil-Direktor René Schmied darlegte. Betroffen sind die Tramlinien 6,7,8 und 9 sowie die Buslinien 12 und 30.

Die Tramlinien im Osten und Westen werden getrennt. In den Spitzenzeiten verkehrt zwischen Bahnhof und Zytglogge ein Shuttle-Bus.

Ganz eng wirds in Berns Innenstadt während der diversen Grossveranstaltungen, die während der Intensivbauphase in Bern auch noch stattfinden, etwa die Frühjahrsausstellung BEA, mehrere Sportveranstaltungen sowie die für den 25. Mai angekündigte Tanzdemo.

Umsatzrückgang vermeiden

Das direkt betroffene Gewerbe befürchte einen Umsatzrückgang,sagte der an der Medienorientierung ebenfalls anwesende Direktor von Bern City, Sven Gubler. Mit diversen Aktivitäten will die Innenstadtorganisation deshalb die Aufmerksamkeit gezielt auf die Marktgasse-Läden richten.

So findet am 31. Mai ein Nachtshopping bis 23.30 Uhr statt. Verschiedene Gewerbetreibende richten im 1. oder 2. Stock zudem «Schaustellen» fürs Publikum ein, speziell markierte Aussichtsfenster, von denen aus sich das Geschehen auf der Baustelle verfolgen lässt.

Mit Events sowie ausführlicher, direkter und rechtzeitiger Information wollen es die Verantwortlichen hinkriegen, dass die Bauphase für alle Beteiligten ohne grössere Probleme über die Bühne geht. So könnte die Grossbaustelle Marktgasse gar zu einem «Ereignis mit einem gewissen Reiz» werden, wie Berns Tiefbaudirektorin Wyss hofft.

SDA/tag

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