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Januarloch hat Schrecken verloren

Der Legende nach soll das böse Januarloch die Schweizer massenhaft in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Was ist am Phänomen dran, was sagen die Grossverteiler und die Könizer dazu?

Vom Januarloch nicht tangiert ist Beat Gosteli. «Für mich ist der Januar ein Monat wie jeder andere auch», sagt er. Heirat sei Dank, konnte er seine Einkaufstätigkeiten ohnehin auf ein Minimum reduzieren. «Die Einkäufe besorgt in der Regel meine Frau», erzählt Gosteli. Jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, hat auch das Budget mehr Spielraum. «Aber wenn man das Geld etwas einteilt, sollte der Monat eh keine Rolle spielen», sagt Beat Gosteli.
Vom Januarloch nicht tangiert ist Beat Gosteli. «Für mich ist der Januar ein Monat wie jeder andere auch», sagt er. Heirat sei Dank, konnte er seine Einkaufstätigkeiten ohnehin auf ein Minimum reduzieren. «Die Einkäufe besorgt in der Regel meine Frau», erzählt Gosteli. Jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, hat auch das Budget mehr Spielraum. «Aber wenn man das Geld etwas einteilt, sollte der Monat eh keine Rolle spielen», sagt Beat Gosteli.
Andreas Blatter
Bei Margrit Waser spielt nicht nur der Monat keine Rolle, sondern auch der Tag. «Ich gehe immer mit dem Rechner einkaufen», sagt Waser. So kann sie das gesetzte Tagesbudget auf den Rappen genau überprüfen. An Weihnachten wird dieses Budget aber bewusst etwas erhöht. «Da gebe ich fürs Essen schon etwas mehr Geld aus», sagt Margrit Waser. Sie stelle auch fest, dass die Geschäfte die teureren Produkte um diese Zeit stärker bewerben.
Bei Margrit Waser spielt nicht nur der Monat keine Rolle, sondern auch der Tag. «Ich gehe immer mit dem Rechner einkaufen», sagt Waser. So kann sie das gesetzte Tagesbudget auf den Rappen genau überprüfen. An Weihnachten wird dieses Budget aber bewusst etwas erhöht. «Da gebe ich fürs Essen schon etwas mehr Geld aus», sagt Margrit Waser. Sie stelle auch fest, dass die Geschäfte die teureren Produkte um diese Zeit stärker bewerben.
Andreas Blatter
Roland Steiner macht beim grossen Geldausgeben rund um Weihnachten bewusst nicht mit. «Ich mache meine Geschenke in der Regel selbst», sagt er. Dementsprechend ändert für ihn zwischen Dezember und Januar nichts. «Rüebli und Lauch sind immer noch gleich teuer», sagt Steiner. Auch die zahlreichen Aktionen nach Weihnachten locken ihn nicht. «Auf das Fondue chinoise, das sie einem nach Weihnachten hinterherwerfen, kann ich verzichten», so Steiner.
Roland Steiner macht beim grossen Geldausgeben rund um Weihnachten bewusst nicht mit. «Ich mache meine Geschenke in der Regel selbst», sagt er. Dementsprechend ändert für ihn zwischen Dezember und Januar nichts. «Rüebli und Lauch sind immer noch gleich teuer», sagt Steiner. Auch die zahlreichen Aktionen nach Weihnachten locken ihn nicht. «Auf das Fondue chinoise, das sie einem nach Weihnachten hinterherwerfen, kann ich verzichten», so Steiner.
Andreas Blatter
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J a n u a r l o c h, das; Wortart: Substantiv, Neutrum; Gebrauch: schweizerisch. Diese Wortbeschreibung bekommt geliefert, wer im Duden nach dem Januarloch sucht. Die «Periode besonders geringer geschäftlicher, politischer, kultureller Aktivität» ist eine schweizerische Besonderheit. Die Österreicher kennen zwar das «Jännerloch», aber beim grossen Nachbarn in Deutschland ist das finanzielle Tief zu Jahresbeginn gänzlich unbekannt. Sind Schweizer und Österreicher also besonders anfällig für das grosse Geldausgeben rund um Weihnachten, oder sind die Deutschen die ausgewieften Sparfüchse im deutschen Sprachraum?

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