Jahrgangs-Sardinen und 300 Spirituosen

Bern

Der Gastronom Christoph Stieger eröffnet eine Bar in der Rathausgasse. Hüttenzauber und Halligalli soll es dort nicht geben.

Christoph ­Stieger braut in der Freizeit Bier, mag schummrige Bars und Zigarren.

Christoph ­Stieger braut in der Freizeit Bier, mag schummrige Bars und Zigarren.

(Bild: Christian Pfander)

Claudia Salzmann@C_L_A

Department 66 heisst die neueste Bar in der Rathausgasse, die am Samstag offiziell eröffnet wird. «Bei jeder Eröffnung ist man in wenig hibbelig, aber es ist ja nicht meine erste», sagt Inhaber ­Christoph Stieger. Seine aller­erste Bar eröffnete der Österreicher 1999 in Bayern. 2002 wanderte er ins Berner Oberland aus und arbeitete als Chef de Bar im Hotel Regina. Nebst der neuen Berner Bar führt er mit einem Partner das Blue Monkey und die Après-­Ski-Bar Hasenstall in Wengen.

Halligalli soll es im Department in Bern nicht geben. Eine stilvolle Bar passt besser in die Gasse: «Die Rathausgasse ist angenehm ruhig und hat abends ein gepflegtes Flair», so der 48-jährige Stieger. Ihm gefällt hier die ­Offenheit unter den Gewerbetreibenden. Da die Bars im Oberland saisonabhängig seien, habe er einen Ganzjahresbetrieb gewollt.

Die Stadt Bern kennt er auch privat: ­«Damit ich in den Bergen keinen Koller bekomme, verreise ich ab und zu», sagt er. Aufge­fallen sei ihm, wie sich die Bar­szene in der Stadt über die Jahre verbessert habe.

Brooklyn und Gurten

Seit Juni hat er das Erdgeschoss umgebaut, im Herbst will er auch im Untergeschoss umgestalten. In goldenen und bordeauxroten Farbtönen erstrahlen die Wände, die Bar steht längs im Raum.

Links von der neuen Bar befindet sich das Biercafé Au Trappiste und zwei Eingänge weiter die Cocktailbar Taube. Direkte Konkurrenz soll das Department nicht werden: «Wir sind keine reine Cocktailbar», sagt Stieger. Will heissen, dass sie neben Cocktailklassikern auch Bier und Wein servieren. Qualität betont er immer wieder und setzt auf 300 qualitativ hochstehende Spirituosen.

Spezieller Dosenfisch

Nebst Flüssigem servieren er und sein zweiköpfiges Team auch traditionelles Baressen wie Croque und Nachos. Und Jahrgangs­sardinen: Sardinen aus der Bretagne, die ohne Schleppnetze gefangen wurden und hand­sortiert sind. Sie werden mindestens ein Jahr in geschmacksneutralem Öl gelagert, bevor sie in den Verkauf kommen.

Das Department 66 ­beerbt die ehemalige Compassbar, die letzten Mai schloss. Der damalige Betreiber klagte darüber, dass fixe Gastronomen ge­genüber Pop-ups im Nachteil ­seien.

Öffnungszeiten: Mo bis Do, 16 bis 0.30 Uhr. Fr und Sa, 16 bis 2 Uhr.

Berner Zeitung

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