Indisches Restaurant Mahamaya schliesst

Bern

Das indische Restaurant «Mahamaya» ist zur Pacht ausgeschrieben. Die Besitzer des erfolgreichen Betriebs in der Berner Länggasse wollen «aufhören, wenn es gut läuft.»

Das Kult-Restaurant «Mahamaya» schliesst per Ende August.

Das Kult-Restaurant «Mahamaya» schliesst per Ende August.

(Bild: Google Streetview)

Wolf Röcken

Ihr Konzept schlug ein: Vor neun Jahren eröffnete an der Länggassstrasse 43 in Uni-Nähe das indische Restaurant «Mahamaya»: Erst als Take-Away mit 30 Sitzplätzen. Im Verlauf der Jahre wurde die laut Selbstdeklaration «kleine indische Oase» zum mittleren Unternehmen: Mit einem Wintergarten, einem weiter ausgebauten Take-Away-Bereich, einem Velo-Lieferservice und eigener Party-Reihe.

Per Ende August ist nun aber fertig, wie Georgios Rafailis sagt. Er steckt mit Rajiv Chaudhry hinter der Mahamaya GmbH, die einerseits das Restaurant führt, andererseits aber auch Besitzerin der ganzen Liegenschaft ist.

«Auf zu neuen Horizonten» - das sei der Grund für das Ende, sagt Rafailis. «Wir wollen aufhören, wenn es gut läuft.» Und der Bollywood-Hype sei ja auch etwas abgeklungen. 16 Stunden täglich für den Betrieb zu arbeiten, zehre an den Ressourcen. Trotz stetigem Ausbau und viel Publikumsinteresse sei das Mahamaya eine «Null-Rechnung» gewesen, sagt Rafailis.

«Interessenten für indische Restaurants werden nicht beachtet»

Die Räume im Erdgeschoss, Hauptraum, Wintergarten und Garten auf 120 Quadratmetern, sind nun zur Pacht ausgeschrieben. Mit dem Zusatz: «Gutes, urbanes Konzept. Interessenten für indische Restaurants werden nicht beachtet.» Es gehe darum, dass man den Namen «Mahamaya» mit ihm, Geschäftspartner Chaudhry und dem jetzigen Team in Erinnerung behalten solle, erklärt Rafailis.

Bereits hätten sich mögliche Interessenten für das Lokal gemeldet. Auch die drei indischen Profi-Köche wollen ein Angebot einreichen. Rafailis und Choudhry wollen sich aus der Gastronomie zurückziehen und sich eventuell im Ausland engagieren. Die Partyreihe wollen sie wahrscheinlich weiterführen. Vorläufig behalten sie auch ihre Büros im 1. Stock der Liegenschaft, von wo aus sie weitere Betriebe verwalten.

Berner Zeitung

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