«In der Sozialindustrie hat niemand mehr den Überblick»

Im Sozialhilfebereich gebe es im Kanton Bern zu viele Akteure, sagt Expertin Annemarie Lanker. Finanzielle Anreize könnten nur bei Flüchtlingen wirken. Um Arbeitsplätze zu schaffen, müsse man die Landwirtschaft in die Pflicht nehmen.

Annemarie Lanker möchte, dass die Richtlinien in der Sozialhilfe wieder flexibler gehandhabt werden können. Die Starrheit sei ein Kostentreiber.

(Bild: Urs Baumann)

Frau Lanker, der Kanton sucht Wege, um Sozialhilfebezüger schneller in die Arbeitswelt zu integrieren.Annemarie Lanker:Das ist dringend nötig. Die Sozialhilfe war ursprünglich als vorübergehende, individuelle Hilfe gedacht. Dass jemand jahrelang davon lebt, war nie vorgesehen. Seit die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) für verbindlich erklärt wurden, besteht ein Rechtsanspruch. Dadurch hat sich die Sozialhilfe zu einer Art Rente entwickelt.

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