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Schönburg: 135 Wohnungen und ein Design-Hotel

Der ehemaligen Hauptsitz der Post in der Schönburg in Bern wird umgebaut und renoviert. Es entstehen Wohnungen und ein Hotel. 2019 sollen Mieter und Gäste einziehen.

So soll sich das Gebäude nach der Renovation präsentieren.
So soll sich das Gebäude nach der Renovation präsentieren.
zvg
Die 135 Wohnungen sind im oberen Preissegment angesiedelt.
Die 135 Wohnungen sind im oberen Preissegment angesiedelt.
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Im Nordflügel ist ein Businesshotel auf Drei-Sterne-Niveau geplant.
Im Nordflügel ist ein Businesshotel auf Drei-Sterne-Niveau geplant.
Andreas Blatter
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Momentan steht die Schönburg noch leer. Der ehemalige Hauptsitz der Post fristet seit deren Wegzug vor über einem Jahr ein Dornröschendasein. Nun wird sie aber bald wachgeküsst. Die Eigentümerin des Gebäudes, der Immobilienkonzern Swiss Prime Site AG, will die Büroräume zu einem Wohn- und Hotelkomplex umbauen. Sowohl an Hotelzimmern als auch an Wohnungen mangelt es in Bern bekanntlich.

Wohnungen sind nicht billig

In drei von vier Gebäudeflügeln, jenen mit Aussicht auf die Altstadt, sollen 135 Mietwohnungen entstehen. Rund die Hälfte davon wird 21/2 Zimmer ausweisen. Peter Lehmann, Investmentchef von Swiss Prime Site, betonte gestern an einer Infoveranstaltung die hiesige Nachfrage nach kleineren Wohnungen. Bei den Mietzinsen dürften sich wohl eher Doppelverdiener ohne Kinder als Familien angesprochen fühlen: 21/2 Zimmer kosten voraussichtlich 1400 Franken, 31/2 Zimmer 2300 Franken, 41/2 Zimmer 2850 Franken und 51/2 Zimmer 3500 Franken. Nebst den Wohnungen sollen auch zehn sogenannte Townhouses gebaut werden.

Im Gebäudeflügel zur Strasse hin zieht ein Dreisternhotel ein. Prizeotel, eine deutsche Design­hotelkette mit eher moderaten Preisen, wagt mit ihren geplanten 188 Zimmern erstmals den Sprung ins Ausland (siehe Kasten unten). Dass die Stadt ein zusätzliches Hotel braucht, betonte Berns Tourismusdirektor Markus Lergier in der Vergangenheit beinahe mantrahaft. Entsprechend zufrieden ist er nun. Wobei auch mit der Schönburg die Nachfrage nach Hotelbetten noch immer nicht gedeckt sei.

Nebst Wohnungen und Hotel wird auch ein Supermarkt in die 14 000 Quadratmeter grosse Schönburg einziehen. Entgegen Spekulationen in den Medien wird nicht eine Filiale der Migros, sondern eine von Coop gebaut. Auf rund 800 Quadratmetern will Coop ein neues Ladenkonzept umsetzen. Laut René Zahnd, CEO von Swiss Prime Site, gibt es in den umgrenzenden Quartieren keine Einkaufsmöglichkeiten. Die Schönburg soll diese Lücke schliessen. Allerdings setze man nicht nur auf die Quartierbevölkerung, sondern auch auf Passanten, ergänzte Stefano Alberucci, stellvertretender Leiter bei Coop für die Verkaufsregion Bern.

Coop betreibt bereits im Stade de Suisse ein Einkaufszentrum. Obwohl nur einen kurzen Fussmarsch entfernt, sieht Alberucci darin keine selbst gemachte Konkurrenzsituation. Im Stade de Suisse würden die Leute die grösseren Besorgungen, in der Schönburg die Einkäufe für den täglichen Gebrauch tätigen. Zu guter Letzt zieht auch noch ein Fitnesscenter ein. Für das ­Update Fitness, im Sommer von Coop übernommen, wird eigens ein Anbau errichtet.

Laut CEO keine Einsprachen

Die Nutzung der Schönburg wird neu, das Gebäude aus dem Jahr 1970 bleibt grösstenteils erhalten. Ersetzt werden aber die Fassade und die Haustechnik. Swiss Prime Site investiert nach eigenen Angaben rund 130 Millionen Franken in die Sanierung. Heute läuft die Einsprachefrist für das Baugesuch ab. CEO René Zahnd sind bisher keine Einsprachen bekannt. Der Baubeginn ist voraussichtlich im kommenden Frühling. Die Ausführung übernimmt Losinger Marazzi. 2019 soll die neue Schönburg fertig sein. Tobias Marti

SDA

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