Zum Hauptinhalt springen

In Aarberg sorgen hundert Freiwillige für Sauberkeit

Das Aareufer bei Aarberg wird alle zwei Jahre von Abfall befreit – von Freiwilligen. Weil auch Kinder mitmachen, habe die Aktion einen nachhaltigen Effekt, sagt eine der Organisatorinnen.

Christine Nydegger
Roger Garo fährt an diesem Samstag mit 1,12 Tonnen Abfall auf den Hof der Aarberger Entsorgungsfirma Sortec AG. Foto: Iris Andermatt
Roger Garo fährt an diesem Samstag mit 1,12 Tonnen Abfall auf den Hof der Aarberger Entsorgungsfirma Sortec AG. Foto: Iris Andermatt

Seit 25 Jahren ist das in Aarberg Usus: Alle 2 Jahre rücken Freiwillige aus, um die Ufer der Alten Aare vom liegen gelassenen Abfall zu befreien. Am Samstag traten gegen hundert Personen an, um gut eine Tonne Abfall zusammenzutragen.

Auch vom Wasser aus wird für Sauberkeit gesorgt: Drei Männer fahren mit einem Boot durch den Aarelauf und suchen nach Unrat. «Vieles hängt in umgestürzten Bäumen fest», sagt Lorenz Weibel, der im Boot steht. Am Samstag fanden die Bootsfahrer neben viel Ghüder auch Flaschen mit Briefen darin. «Die Flaschenpost werden wir sicher lesen», sagt Weibel lachend.

Lorenz Weibel stammt aus der Aarberger «Aareputz-Pionierfamilie». Sein Vater Urs begann zusammen mit Vereinskollegen aus der Wassersportgruppe die Putzaktion zu organisieren. Von Anfang an waren seine Kinder dabei, die sich alle drei noch heute alle 2 Jahre für die Sauberkeit an der Alten Aare einsetzen. Heute ist Lorenz Weibel der Organi­sator.

Viele Kinder machten mit ihren Eltern mit. Inola und Noah Schwab waren mit ihrem Vater Markus Schwab unterwegs. «Wir haben Skischuhe und Stereo­boxen gefunden», berichten sie nach getaner Arbeit. Inola hat noch immer den gefundenen Kurzhaarschneider in ihrer Jackentasche und Noah eine Cumulus-Kreditkarte. «Die bringen wir in die Migros zurück, die können dann weiterschauen», erklärt der Vater seinem Sohn.

So sei die Aktion nachhaltig, erklärt Regula Ingold, die Präsidentin der Wassersportgruppe. «Wenn Kinder mittun, lernen sie, dass alles, was sie auf den Boden schmeissen, jemand anders wieder aufheben muss.» Das sei die beste Prävention in dieser Sache. Um 13 Uhr ist die Aktion vorbei, und die Ghüdersammler und -sammlerinnen stärken sich bei einer Suppe, gekocht von Frauen aus dem Frauenverein. «Und die Erwachsenen können sich ihr wohlverdientes Bierchen holen», freut sich Regula Ingold.

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch