Im Frühling wird der Bären asiatisch

Köniz

Fernost im Bären: Das asiatische Restaurant lässt weiter auf sich warten.

Auch zwei Jahre nach dem Rampenverkauf ist in die Räume des ehemaligen Bären noch kein neues Leben eingekehrt.

Auch zwei Jahre nach dem Rampenverkauf ist in die Räume des ehemaligen Bären noch kein neues Leben eingekehrt.

(Bild: cha)

Christoph Albrecht

Es sollte einen einigermassen nahtlosen Übergang geben, nun ist daraus ein Geduldspiel geworden: Als Ende 2016 das Restaurant Bären nach mehreren Dekaden schloss, da war die Nachfolge eigentlich aufgegleist. Ein asiatisches Restaurant samt angegliedertem Shop mit Lebensmitteln aus Fernost sollte nach einer kurzen Renovierung übernehmen, und das per Ende 2017. Jetzt ist Ende 2018 vorbei – und beim Kreisel neben dem Könizer Schlossareal wird noch immer nichts aufgetischt.

Der Hauptgrund für das lange Warten sind Einsprachen. Solche waren aus der Nachbarschaft eingegangen, als bekannt wurde, dass vor Ort ein asiatisches Restaurant hinkommen soll.

Gemäss Regierungsstatthalter Christoph Lerch ging es dabei um Sorgen wegen Lärm- und Geruchimmissionen – obwohl an selber Stelle mit dem Bären zuvor schon jahrzehntelang ein gastronomischer Betrieb bestanden hatte. Die Einsprechenden kamen mit ihren Vorbehalten jedoch nicht durch. Die Behörden erteilten den neuen Betreibern Anfang 2018 die Baubewilligung.

«Weit fortgeschritten»

Von der vietnamesischen Rindssuppe Pho über chinesische Dim Sum bis zu Thai-Currys sollen allerlei asiatische Spezialitäten aufgetischt werden.

Für Letztere waren die Verzögerungen durch die Einsprachen zwar ärgerlich, sie zeigten sich im vergangenen Frühjahr aber trotzdem optimistisch. «Irgendwann im Herbst» werde man eröffnen, sagte damals Vivian Lien stellvertretend für ihre Familie, die im Restaurant von der vietnamesischen Rindssuppe Pho über chinesische Dim Sum bis zu Thai-Currys dereinst allerlei asiatische Spezialitäten auftischen will.

Doch obwohl es längst Winter geworden ist, lässt der Betrieb noch immer auf sich warten. Warum? «Die Eröffnung des Ladenlokals und des Restaurants verzögert sich um einige Monate und wird voraussichtlich im Frühling 2019 stattfinden», schreibt Vivian Lien auf Anfrage. Die Frage, wie es zu den erneuten Verzögerungen gekommen ist, bleibt unbeantwortet. Die Umbauarbeiten seien aber «weit fortgeschritten», heisst es. Schon bald werde das Mobiliar platziert.

Alter Shop wird abgerissen

Eine Eröffnung in absehbarer Zeit – darauf sind die Betreiber durchaus angewiesen. Denn die Verzögerungen bedeuten für sie nicht nur finanzielle Einbussen. Die Familie dürfte auch sonst langsam ungeduldig werden. Der Grund ist das asiatische Lebensmittelgeschäft A-Chau, das sie seit 1993 im Liebefeld führt. Dort müssen die Liens spätestens im Herbst 2019 weg sein. Dann wird das Gebäude an der Könizstrasse abgerissen und durch eine moderne Siedlung ersetzt.

Damit keine Lücke entsteht, sollte das Geschäft also spätestens dann auf dem Bären-Areal weiterlaufen können. Zu einem allzu knappen Übergang will es die Familie aber gar nicht erst kommen lassen. «Wir können theoretisch noch bis Ende Oktober 2019 an unserem alten Standort bleiben, ziehen es jedoch vor, den Umzug so schnell wie möglich zu vollziehen, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden.»

Berner Zeitung

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