Hommage an Simone Niggli

Früher lief Hans Walther selber mit OL-Karten durch das Gantrisch-Gebiet. Jetzt ehrt der Rentner auf dem Dach eines Armeebunkers die Weltklasse-OL-Läuferin Simone Niggli-Luder.

Im Schilderwald: Hans Walther mit den Wegweisern, die an die OL-Erfolge von Simone Niggli-Luder erinnern.

Im Schilderwald: Hans Walther mit den Wegweisern, die an die OL-Erfolge von Simone Niggli-Luder erinnern. Bild: Tanja Buchser

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Ein unscheinbarer Wegweiser oberhalb der Schutzhütte im Selital weist auf das Bauwerk hin: Simone-Niggli-Terrasse steht hier von Hand geschrieben, schwarz auf orange, schon seit einiger Zeit. Ist diese Terrasse ein neues Restaurant? Ein Gag? Das mögen sich Nichteingeweihte fragen.

Des Rätsels Lösung: Hier oben hat der einst national bekannte Orientierungsläufer Hans Walther eine Idee realisiert, um der OL-Ikone Simone Niggli-Luder ein Denkmal zu setzen. Zwar nur ein bescheidenes – eine kleine Plattform auf dem Dach eines alten Armeebunkers neben dem Gäggersteg, von wo aus sich eine schöne Aussicht bietet.Rein von den Fakten her betrachtet wars das auch schon.

Aber Hans Walther hat sich nicht nur für die Simone-Niggli-Terrasse engagiert, sondern auch für eine neue OL-Karte, die in seinem Schanzenbeizli unweit der Terrasse erhältlich ist. Die Simone-Niggli-Terrasse befindet sich nämlich in einem bevorzugten Trainingsgebiet des Stammvereins der ehemaligen Weltklasse-OL-Läuferin. An deren Erfol­ge erinnert auf der Terrasse auch noch eine Stange mit etlichen gelben Wegweisern.

Hans Walther lobt: «Wir haben viele Super-OL-Wälder in unserer Region.» Simone Niggli habe in ihrer Aktivzeit oft hier trainiert. Mit der neuen Karte will Walther OL-Sportler animieren, in den Wäldern rund um das Selital auf Postenjagd zu gehen, denn obschon er selber nicht mehr viel läuft, möchte Walther andere dazu anregen, mit der neuen Karte ihre Fitness und die Orientierung zu testen.

Am Sonntag sind die Simone-Niggli-Terrasse und die neue Karte offiziell freigegeben worden. Dieser 23. Oktober war der dritte Jahrestag des Rücktritts von Simone Niggli. Obschon sich die, wie symbolhaft, 23-fache Weltmeisterin aus dem Leistungssport zurückgezogen hat, bleibt sie im Selital nach wie vor präsent. Wer dem kleinen Wegweiser oder gar der neuen OL-Karte folgt, kann auf ihren Spuren wandeln. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.10.2016, 06:23 Uhr

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