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Hochwasserlage in Bern bleibt angespannt

Weil in Thun der Hochwasserstollen geöffnet wurde, führt die Aare in der Stadt Bern mehr Wasser. Der Pegel liegt knapp unter der Schadensgrenze. Die Feuerwehr musste handeln.

So sah es am Mittwochmorgen beim Berner Altenbergsteg aus. Quelle: Leserreporterin

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Pegelstände des Brienzer- und des Thunersees weiterhin steigen lassen. Weitere prognostizierte Niederschläge haben das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern gezwungen, die Abflussmenge am Hochwasserstollen des Thunersees zu erhöhen. Am Mittwoch lag der Pegelstand der Aare bei rund 400 Kubikmetern pro Sekunde. Die Wassermenge lag somit knapp unter der Schadensgrenze von 420 Kubikmetern pro Sekunde.

«Keine Überflutungsgefahr»

Wegen des Hochwassers und des weiterhin instabilen Wetters musste die Feuerwehr der Stadt Bern am Dienstagabend weitere Schutzmassnahmen ergreifen. In den gefährdeten Gebieten im Altenberg und am Uferweg wurden vorsorglich sogenannte Beaver-Schläuche als Hochwasserschutz aufgebaut. Rund 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ein SMS-Alarm an gefährdete Anwohner wurde nicht ausgelöst. In der Matte ist die Situation weniger angespannt.

Das Schwemmholz bereitet den Einsatzkräften kein Problem. «Im Moment besteht keine akute Überflutungsgefahr, wir haben einfach vorsorgliche Massnahmen ergriffen», sagte Feuerwehrsprecher Urs Stucki gestern. Jedoch sei nicht damit zu rechnen, dass der Pegelstand in den kommenden Tagen rückläufig sein werde.

Ausgehend von den Wetterprognosen der nächsten Tage wird die Feuerwehr die Beaver-Sperren vorerst dort belassen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Sie bittet Anwohner und Passanten, sich an die Absperrungen und Signalisation zu halten. In der Vergangenheit wurden die Schläuche von Unbekannten beschädigt oder als «Hüpfburg» missbraucht. Darum werden die Hochwassersperren nun von einem Sicherheitsdienst kontrolliert.

BZ/tma/lub

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