Hochhäuser – kein neues Phänomen

Ostermundigen

Das Bären-Hochhaus wäre das höchste weitherum. Höher ist nur der Münster-Turm. Hochhäuser gibt es in der Region Bern aber viele.

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Ostermundigen will hoch hinaus. 100 Meter, um genau zu sein. So hoch soll das geplante Bären-Zentrum werden.

Die grösste Hürde fürs Projekts steht am 29. November an, wenn die Mundiger Stimmberechtigten über die Umzonung des Areals abstimmen.

So hohe Gebäude sind in der Schweiz selten. Höher sind nur der Roche-Turm in Basel (178 m), der Prime Tower in Zürich (126 m) und der Messeturm Basel (105 m). In Bern erreicht einzig der Münsterturm die 100-Meter-Marke (100,6 m). Das Münster ist auch der Grund, warum kein Haus in der Region höher sein darf. Dies legt ein Richtplan fest.

In Bern und Umgebung stehen erstaunlich viele Hochhäuser. Wer dies nicht glaubt, muss bedenken: Diese Büro- und Wohntürme haben alle 40 oder 50 Jahre auf dem Buckel.

Nach dem Bau in den Sechziger- und Siebzigerjahren folgte eine jahrzehntelange Hochhausabstinenz. Die Bevölkerung hat sich also längst an die bestehenden gewöhnt.

Wohntürme am Stadtrand

Nun ist die Zeit wieder reif für Hochhäuser. Im Bau ist gegenwärtig dasjenige im Bächtelenacker in Wabern. Mit 53 Metern gehört es eher zu den Minihochhäusern. Solche gibt es in der Region nicht wenige.

Bedeutend höhere Häuser finden sich an der Peripherie der Stadt Bern. Mit rund 72 Meter die höchsten stehen in der Überbauung Wittigkofen. Fünf gleich hohe Türme dominieren dort die anderen Gebäude der Wohnsiedlung. Das neue Quartier wurde 1973 fertiggestellt.

Auch im Westen Berns stehen verschiedene Hochhäuser: zwei an der Holenackerstrasse und im Bethlehemacker mit je rund 60 Metern Höhe sowie diejenigen im Tscharnergut. Bedeutend zentraler steht aber ein Hochhaus, das auf der Längsseite eher wie eine riesige Gebäudewand aussieht – das Bettenhochhaus des Inselspitals mit 67 Metern Höhe.

Fünf Mundiger Hochhäuser

Fragt man in Ostermundigen nach einem Hochhaus, wird oftmals auf den ehemaligen Swisscom-Bürokomplex gezeigt (Baujahr 1967–1971). Es ist mit 70 Metern zwar hoch, steht aber auf Stadtberner Boden, nur wenig neben der Gemeindegrenze.

Doch Hochhäuser gibt es auch in Ostermundigen. Drei stehen im mittleren Dorfteil links und rechts der Bernstrasse. Das vierte befindet sich in Dennikofen, das fünfte auf der Rütti.

Alle sind etwa gleich hoch, gut 40 Meter. «Ich höre manchmal, Ostermundigen habe eine Hochhaustradition», sagt Gemeindepräsident Thomas Iten (parteilos).

Was auf dem Bären-Areal geplant ist, stellt aber alles in der Region Bern in den Schatten. Das 33-stöckige Gebäude wäre das fünfthöchste der Schweiz. Und es würde das Gesicht von Ostermundigen zweifellos verändern.

Berner Zeitung

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