Hier können 150 Studenten einziehen

Bolligen

Das Studentenwohnheim beim Bahnhof ist bezugsbereit. Das Haus bietet Platz für 150 Personen. 80 Prozent der Zimmer sind bereits vermietet.

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Der lange Bau mit der Fassade aus dunklen Holzlamellen und farbigen Fensterstoren sticht ins Auge. Gleich neben dem Bahnhof Bolligen steht die neue Students Lodge – ein Wohnheim für Studierende. Ab Mitte September, wenn das Herbstsemester beginnt, werden dort 150 junge Menschen aus der Schweiz und dem Ausland ein- und ausgehen.

«Es ist ein geniales Haus geworden», freut sich Jürg Stucki, Präsident des Vereins Berner Studentenlogierhaus (VBSL), über den 22-Millionen-Bau. Investorin ist die Pensionskasse der Ärzte und Tierärzte. Der VBSL mietet die Räume und führt die Lodge. «Die Räume sind nicht ­luxuriös, aber optimal ausgerüstet», so Stucki. Er lobt vor allem Ästhetik und Funktionalität des Gebäudes. Ein Blick in Gänge, Zimmer, Küchen und Nasszellen bestätigt dies: Die Räume wirken modern und hell, nicht übermässig gross, aber einladend. Die Küchen für mehrere Mieter sind gleichzeitig Aufenthaltsräume.

Das Wohnheim befindet sich im ersten bis vierten Stock des Gebäudes. Im Erdgeschoss hat es unter anderem Verkaufs- und ­Gewerbeflächen. In der Students Lodge werden gegen 120 Einzelzimmer mit Nasszellen auf dem Flur angeboten. Zu jedem der 32 Studios gehören ein Küchenteil und ein Badezimmer.

Voller Service

Die Preise bewegen sich von 650 Franken für ein Zimmer bis zu 890 Franken pro Monat für ein Studio. Die künftigen Bewohner erhalten nicht nur ein möbliertes Zimmer, inbegriffen sind auch Bettwäsche, Reinigung, Abfallentsorgung, Nebenkosten und Internetzugang.

Die Nachfrage von Studierenden nach günstigem Wohnraum sei gross, sagt Jürg Stucki. «Alle Studios im Bolliger Wohnheim sind vermietet, grösstenteils an Schweizer.» Ebenfalls vergeben sind rund drei Viertel der Einzelzimmer. Bis zum nächsten Frühling seien aber auch diese besetzt, so Stucki.

Der Verein Berner Studentenlogierhaus hat bisher ein Wohnheim im Tscharnergut, eines im Fellergut und ein 50-plätziges am Kanonenweg betrieben. Letzteres ist geschlossen und verkauft worden. Stucki: «Die notwendige Sanierung wäre zu teuer gewesen.» Mit der Lodge in Bolligen kann der nicht gewinnorientierte Verein nun total 800 Plätze anbieten. Bis 2020 soll ein zusätz­liches Haus im Gebiet Wankdorf-City mit rund 200 Plätzen dazukommen.

Ein zweites Zuhause

Die Hausleitung in Bolligen übernehmen Carmen Cheropoulos und ihr Sohn Alexander. Die beiden leiteten bisher das Heim am Kanonenweg. Sie versuche, den jungen Leuten ein zweites Zuhause zu bieten, sagt sie. Dazu gehört es, die Bedürfnisse der Studierenden zu kennen. «Dank der langen Erfahrung wissen wir, was sie benötigen», sagt Alexander Cheropoulos. Und was ist für die Studis am wichtigsten? Der Hausleiter schmunzelt: «das WLAN».

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