Hier behalten Berner in der Hitze einen kühlen Kopf

Bern

Klar, ein Schwumm in der Aare bringt Erfrischung. Wohin kann man sich in der Stadt sonst noch vor der Gluthitze der kommenden Tage retten? Wir haben einige Tipps zusammengestellt.

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Markus Ehinger@ehiBE

Heute soll es 32 Grad heiss werden, am Wochenende sogar bis zu 34 Grad. Wo, wenn nicht in der Aare oder in einem Freibad, kann man sich in der Stadt abkühlen?

Wie wärs mit einer Shoppingtour? Ob in einem Einkaufszentrum wie dem Westside oder dem Wankdorfcenter oder in Läden der Innenstadt: Meist sind die Geschäfte klimatisiert und bringen Abkühlung. Besonders angenehme Temperaturen finden sich in der Metzgereiabteilung oder bei den Tiefkühlprodukten. Und die baustellengeplagten Kellerläden in der Marktgasse freuen sich bestimmt auch über Kundschaft. In den Kellerräumen ist es jetzt temperaturmässig am angenehmsten.

Apropos Keller: Auch Kellerbeizen bieten Erfrischung, etwa der Klötzlikeller in der Gerechtigkeitsgasse oder der Kornhauskeller. Doch Vorsicht: Ein kühles Bier ist trotz landläufiger Meinung nicht der ideale Durstlöscher. Besser als Alkohol sind Mineralwasser, verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte oder sogar warmer Tee.

Kirche, Kino, Museum

Wann waren Sie letztmals in der Kirche? Bei einer Hochzeit, Taufe oder Beerdigung? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich wieder an den Glauben zu erinnern und der Kirche einen Besuch abzustatten. Die dicken Mauern sind der beste Schutz gegen die heissen Sonnenstrahlen.

Zugegeben, es mutet etwas seltsam an, jetzt ins Kino zu gehen. Das macht man sonst ja eher an einem regnerischen Tag. Aber es gibt kaum Räume, die besser klimatisiert sind als Kinos. Das aktuelle Kinoprogramm finden Sie auf Seite 29 in dieser Zeitung.

Auch ins Museum geht man im Sommer eigentlich eher nicht. In der Regel sind Museen eine Alternative bei schlechtem Wetter. Doch jetzt finden die Besucher in den gut belüfteten Ausstellungsräumen die nötige Abkühlung. Eine Liste aller Berner Museen findet sich im Internet unter www.museen-bern.ch. Passend zum Sommer bieten folgende Museen an allen Samstagen im August Gratiseintritte an: Alpines Museum, Kunsthalle, Kunstmuseum, Museum für Kommunikation, Naturhistorisches Museum, Zentrum Paul Klee.

Wer denkt im Hochsommer an Eishockey? Die SCB-Spieler bereiten sich derzeit tatsächlich schon auf die neue Saison vor. Offizieller Trainingsstart ist aber erst am Montag, 5. August, in der Trainingseishockeyhalle der Postfinance-Arena. SCB-Mediensprecher Christian Dick: «Wenn man heiss hat, kann man sich dort innert ganz kurzer Zeit gut abkühlen.» Er warnt aber die Fans: «Mit kurzen Hosen und Flip-Flops hält man es vielleicht eine Viertelstunde aus.» Dick empfiehlt deshalb, zum Trainingsauftakt einen dicken Pullover mitzunehmen – selbst wenn die Temperaturen draussen immer noch so hoch sein sollten wie jetzt. Die Saison startet übrigens schon bald – mit dem Heimspiel des Meisters SCB gegen den EV Zug am 13. September. Wer nicht so lange auf Liveeishockey warten will, geht am Dienstag in die Worber Eishalle. Dort treffen im Rahmen der Saisonvorbereitung die beiden KHL-Teams SKA Sankt Petersburg und HK Barys Astana aufeinander.

Spaziergang im Wald

Sicher immer ein heisser Tipp – oder besser gesagt eher ein kühler Tipp – ist ein Spaziergang im Wald. Auf Stadtgebiet gibt es kleinere und grössere Wälder. Der Bremgartenwald erstreckt sich bis zum Wohlensee. Die Kombination schattenspendender Wald und Schwitzen gibt es im Dählhölzliwald im Seilpark von Ropetech. Und wenn man schon im Dählhölzliwald ist, ist ein Besuch des Tierparks zu empfehlen, verbunden mit einem anschliessenden Bad in der Aare.

Wer am Gurtenfestival war, klagte über die Hitze. Dabei ist es laut Sarina Scheidegger, Meteorologin bei Meteonews, auf dem Gurten jeweils ein paar Grad weniger warm als in der Stadt. Schattenspendende Bäume gibt es auf dem Berner Hausberg genug.

Wer sich gar nicht erst von zu Hause weg bewegen mag, verbarikadiert sich am besten in der eigenen Wohnung. Rollläden schliessen nicht vergessen. Oder dann halt den Tag im Treppenhaus oder im eigenen Keller verbringen. Diesen müsste man vielleicht sowieso mal wieder entrümpeln.

Berner Zeitung

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