Heisse Tage, volle Badis

Die Badisaison ist ab Sonntag an vielen Orten vorbei. Für die Freibäder der Stadt und der Region Bern war es ein sehr gutes Jahr.

Viele Leute fanden im Sommer den Weg in die Berner Badis.

Viele Leute fanden im Sommer den Weg in die Berner Badis.

(Bild: Urs Baumann)

Hitzetag reihte sich an Hitzetag im sich zu Ende neigenden Sommer. Die Leute zog es wann immer möglich ans Wasser, um sich abzukühlen. Die Aare lockte mit Höchsttemperaturen von 23,83 Grad. Aber war es für die Freibäder auch so eine gute Saison, wie aufgrund des heissen Sommers vermutet wird?

Grundwasser wurde knapp

Die Hitzetage forderten auch ihre Opfer. Das Schwimmbad in Fraubrunnen traf die Hitze so fest, dass Anfang August bereits am frühen Nachmittag die Besucherinnen und Besucher nach Hause geschickt werden mussten. Grund dafür: Wegen der Hitze kam der Grundwasserstand an seine Grenzen. Die Duschen und Toiletten spendeten kein Wasser mehr. Aus hygienischen Gründen wurden die Gäste «evakuiert».

Das Problem wurde rasch behoben, und am nächsten Tag konnten sich die Gäste wieder abkühlen lassen. Obwohl bei einer Wassertemperatur von 28 Grad nicht gerade von einer Abkühlung gesprochen werden kann. Für die Präsidentin des Badivereins Fraubrunnen, Aafke Boots, war es eine «Hammersaison». Nur im Rekordsommer von 2003 wurden mehr Eintritte gezählt.

Voll, aber ruhig

«Es war eine sehr gute Saison», sagt Pascale Boyd, Chefbadmeisterin vom Schwimmbad in Aarberg. Wir zählten mehr Besucher als im Vorjahr.» Besonders während der Sommerferien im Juli war die Badi gefragt. Auch gut besucht war das Vollmondschwimmen, welches im Juni und Juli jeweils einmal stattfand. Zwischenfälle gab es so gut wie keine. «Obwohl uns so viele Leute besuchten, hatten wir erfreulicherweise ein äusserst ruhiges Jahr.»

Schwächeanfälle wegen Hitze

Der stellvertretende Badmeister vom Giessenbad in Belp, Martin Brotschi, betitelt die vergangene Saison als «hervorragend». Brotschi kann noch keine Zahlen nennen. Gemäss seiner Empfindung war es aber «eine der besten Saisons der letzten zwanzig Jahre». Aber die Hitze hatte auch ihre Schattenseiten.

Die seltenen Regentage waren ein Segen, da der Rasen durch die ständige Trockenheit im Mitleidenschaft gezogen wurde. Zudem machte die Hitze älteren Besuchern teilweise zu schaffen. Brotschi sind einige Schwächeanfälle bekannt, welche aber «ohne schwerwiegende Folgen» blieben.

Guter Durchschnittssommer

Auch im Sportzentrum Hirzi in Münchenbuchsee fällt die Bilanz «sehr gut» aus. Die Geschäftsleiterin Daniela Moser bezeichnet die Saison nicht als Jahrhundertsommer, aber es war ein «guter Durchschnittssommer».

Mit dem Turnfest Anfang Juni, das nahe dem Badigelände stattfand, nahm die Saison so richtig Fahrt auf. Wenn nächste Woche die Sonnenschirme versorgt werden, starten parallel schon die Vorbereitungen für die Eisbahn und die kommende Wintersaison in der neu sanierten Anlage

Weniger gut als 2015

Für die Freibäder der Stadt Bern war es eine «super Saison», wie der stellvertretende Leiter des Sportamtes Bern, Markus Gasser, mitteilt. Genaue Zahlen zu den Eintritten werden erst nach dem Saisonabschluss vom nächsten Sonntag kommuniziert.

Gasser ist überzeugt, dass mehr Besucherinnen und Besucher als im Vorjahr gezählt wurden. Trotzdem geht er davon aus, dass die Zahlen von 2015 nicht übertroffen werden können. Besonders gefragt war die Aare und somit auch das Marzili und das Lor­rainebad.

Alle befragten Schwimmbäder zeigen sich also begeistert von der vergangenen Saison und hoffen, im nächsten Jahr noch mehr Gäste begrüssen zu dürfen. Dies wird vor allem vom Wetter abhängig sein.

Berner Zeitung

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