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Heiler-Prozess: Ex-Freundin sagt aus

Die ehemalige Freundin des selbsternannten Berner «Heilers» hat vor Gericht ausgesagt, sie sei während ihrer Beziehung mehrmals geschlagen und mit dem Tod bedroht worden. Deshalb sei die Beziehung 1997 in Brüche gegangen.

Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Angela Zwahlen
Das Gericht erhöhte damit die Strafe der Vorinstanz: Das Regionalgericht hatte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Das Gericht erhöhte damit die Strafe der Vorinstanz: Das Regionalgericht hatte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Angela Zwahlen
Hier kam der Fall ins Rollen: Das Inselspital stiess bei Recherchen auf 18 HIV-Infizierte, welche Kontakt mit dem Heiler hatten.
Hier kam der Fall ins Rollen: Das Inselspital stiess bei Recherchen auf 18 HIV-Infizierte, welche Kontakt mit dem Heiler hatten.
Keystone
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Fünf Jahre nach der Trennung habe der «Heiler» sie für eine Aussprache nach Hause bestellt. Dort habe er ihr einen Drink gereicht, worauf sie das Bewusstsein verloren habe. Erst Stunden später sei sie wieder erwacht.

Kurz darauf sei sie nach Gesundheitsproblemen HIV-positiv getestet worden. Das habe sie sich nicht erklären können. Ein Insel-Arzt habe sie dann in der Sprechstunde gefragt, ob sie den «Heiler» kenne. Das habe sie bejaht. Sie wisse aber bis heute nicht, wie sie infiziert worden sei.

Der Heiler-Prozess vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland hat am Mittwoch mit der Einvernahme von möglichen Opfern begonnen. In den nächsten Tagen werden weitere Personen aussagen, die den «Heiler» für ihre HIV-Infektion verantwortlich machen.

Laut Anklageschrift soll der Mann mindestens 16 Menschen vorsätzlich mit dem HIV-Virus und teilweise auch mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert haben. Er weist alle Anschuldigungen zurück.

SDA/cls

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