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Heiler-Prozess: Ex-Freundin sagt aus

Die ehemalige Freundin des selbsternannten Berner «Heilers» hat vor Gericht ausgesagt, sie sei während ihrer Beziehung mehrmals geschlagen und mit dem Tod bedroht worden. Deshalb sei die Beziehung 1997 in Brüche gegangen.

Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Musiklehrer und Esoteriker: Der selbsternannte «Heiler» von Bern.
Musiklehrer und Esoteriker: Der selbsternannte «Heiler» von Bern.
Mit einem grossen Medienrummel ging Ende Juni der Heilerprozess zu Ende.
Mit einem grossen Medienrummel ging Ende Juni der Heilerprozess zu Ende.
Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte den «Heiler» zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten wegen schwerer Körperverletzung und Verbreitens menschlicher Krankheiten.
Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte den «Heiler» zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten wegen schwerer Körperverletzung und Verbreitens menschlicher Krankheiten.
Der «Heiler von Bern» sei nach dem Urteil «sehr niedergeschlagen», sagte sein Verteidiger Ernst Reber am Freitag vor dem Berner Amthaus.
Der «Heiler von Bern» sei nach dem Urteil «sehr niedergeschlagen», sagte sein Verteidiger Ernst Reber am Freitag vor dem Berner Amthaus.
Staatsanwalt Hermann Fleischhackl beantragte 15 Jahre. Das Gericht blieb bei der Strafzumessung mit 12 Jahren und 9 Monaten allerdings darunter. Er wolle deshalb die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und erst danach über einem allfälligen Weiterzug entscheiden.
Staatsanwalt Hermann Fleischhackl beantragte 15 Jahre. Das Gericht blieb bei der Strafzumessung mit 12 Jahren und 9 Monaten allerdings darunter. Er wolle deshalb die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und erst danach über einem allfälligen Weiterzug entscheiden.
Die Blutentnahmen verliefen laut Zeugenaussage vor Gericht immer gleich: Der «Heiler» band ihm den Arm ab und setzte eine Spritze. Einst wurde er als Mittäter verdächtigt, nun belastet er den «Heiler» stark. «Ja, das weiss ich. Aber ich muss die Wahrheit sagen.
Die Blutentnahmen verliefen laut Zeugenaussage vor Gericht immer gleich: Der «Heiler» band ihm den Arm ab und setzte eine Spritze. Einst wurde er als Mittäter verdächtigt, nun belastet er den «Heiler» stark. «Ja, das weiss ich. Aber ich muss die Wahrheit sagen.
Eine Kerze, eine Kugel, eine Nadel: Opfer X.Y. lag  beim «Heiler» auf dem Boden. Er solle sich  auf die Kugel konzentrieren, habe dieser gesagt.
Eine Kerze, eine Kugel, eine Nadel: Opfer X.Y. lag beim «Heiler» auf dem Boden. Er solle sich auf die Kugel konzentrieren, habe dieser gesagt.
Die Betroffenen legten sich auf den Bauch – und dann kam es zu einem Stich. Nach diesem Muster soll der «Heiler» bei den Opfern vorgegangen sein. Andere machte er bewusstlos und soll sie dann gestochen haben.
Die Betroffenen legten sich auf den Bauch – und dann kam es zu einem Stich. Nach diesem Muster soll der «Heiler» bei den Opfern vorgegangen sein. Andere machte er bewusstlos und soll sie dann gestochen haben.
Ein Reservoir: Die HI-Viren der Opfer haben die gleiche Quelle.
Ein Reservoir: Die HI-Viren der Opfer haben die gleiche Quelle.
Fatale Injektionen: Der Berner Heiler hat seine Patienten vermutlich durch eine Spritze mit HIV infiziert und verkaufte es ihnen als Akupunktur.
Fatale Injektionen: Der Berner Heiler hat seine Patienten vermutlich durch eine Spritze mit HIV infiziert und verkaufte es ihnen als Akupunktur.
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Fünf Jahre nach der Trennung habe der «Heiler» sie für eine Aussprache nach Hause bestellt. Dort habe er ihr einen Drink gereicht, worauf sie das Bewusstsein verloren habe. Erst Stunden später sei sie wieder erwacht.

Kurz darauf sei sie nach Gesundheitsproblemen HIV-positiv getestet worden. Das habe sie sich nicht erklären können. Ein Insel-Arzt habe sie dann in der Sprechstunde gefragt, ob sie den «Heiler» kenne. Das habe sie bejaht. Sie wisse aber bis heute nicht, wie sie infiziert worden sei.

Der Heiler-Prozess vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland hat am Mittwoch mit der Einvernahme von möglichen Opfern begonnen. In den nächsten Tagen werden weitere Personen aussagen, die den «Heiler» für ihre HIV-Infektion verantwortlich machen.

Laut Anklageschrift soll der Mann mindestens 16 Menschen vorsätzlich mit dem HIV-Virus und teilweise auch mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert haben. Er weist alle Anschuldigungen zurück.

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