Heiler-Prozess: Ex-Freundin sagt aus

Bern

Die ehemalige Freundin des selbsternannten Berner «Heilers» hat vor Gericht ausgesagt, sie sei während ihrer Beziehung mehrmals geschlagen und mit dem Tod bedroht worden. Deshalb sei die Beziehung 1997 in Brüche gegangen.

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Fünf Jahre nach der Trennung habe der «Heiler» sie für eine Aussprache nach Hause bestellt. Dort habe er ihr einen Drink gereicht, worauf sie das Bewusstsein verloren habe. Erst Stunden später sei sie wieder erwacht.

Kurz darauf sei sie nach Gesundheitsproblemen HIV-positiv getestet worden. Das habe sie sich nicht erklären können. Ein Insel-Arzt habe sie dann in der Sprechstunde gefragt, ob sie den «Heiler» kenne. Das habe sie bejaht. Sie wisse aber bis heute nicht, wie sie infiziert worden sei.

Der Heiler-Prozess vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland hat am Mittwoch mit der Einvernahme von möglichen Opfern begonnen. In den nächsten Tagen werden weitere Personen aussagen, die den «Heiler» für ihre HIV-Infektion verantwortlich machen.

Laut Anklageschrift soll der Mann mindestens 16 Menschen vorsätzlich mit dem HIV-Virus und teilweise auch mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert haben. Er weist alle Anschuldigungen zurück.

cls/sda

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