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Hallenbad in der Länggasse hat Oberwasser

Baut die Stadt Bern ein neues Hallenbad, dann am besten im Mittelfeld, am Rand der Länggasse. Das findet die Stadtbernische Vereinigung für Sport. Für Sportministerin Franziska Teuscher (GB) ist der Standort ebenfalls in der Poleposition.

Mirjam Messerli
Zurück im Geschäft: Das Mittelfeld zwischen dem Studerstein (vorn) und dem Burgerspittel im Viererfeld (im Hintergrund) gilt als aussichtsreicher Standort für eine Schwimmhalle.
Zurück im Geschäft: Das Mittelfeld zwischen dem Studerstein (vorn) und dem Burgerspittel im Viererfeld (im Hintergrund) gilt als aussichtsreicher Standort für eine Schwimmhalle.
Andeas Blatter
Seit den 60er-Jahren gibt es Pläne für ein Hallenbad im Neufeld. Am 16. Mai 1968 konstituierte sich die  Genossenschaft Schwimmbad Neufeld. Es gab sogar Baupläne für ein Hallenbad. Doch das Projekt blieb erfolglos, die Genossenschaft löste sich im Jahr 1974 auf. Nun fordert der Berner Stadtrat, das Neufeld nochmals als Schwimmhallenstandort zu prüfen. Weil das Gebiet  gut mit dem ÖV erschlossen ist und einen direkten Autobahnanschluss hat. Neben dem Tennisclub Neufeld, mehreren Fussballclubs  und dem Vita-Parcours im Bremgartenwald sind auch Sportstudenten im Neufeld vertreten – die Universität baut dort gerade ihr  Zentrum für Sport und Sportwissenschaften aus. «Wegen  der bestehenden Sportinfrastruktur wären die städtebaulichen Ansprüche hier kleiner als auf dem Mittelfeld», sagt Gemeinderätin Teuscher (siehe Standort Mittelfeld). Doch die bestehenden Sportanlagen sind gleichzeitig auch ein Problem:  «Wir müssten wahrscheinlich eine bestehende Anlage verschieben und anderswo Alternativen finden», so Teuscher. tob
Seit den 60er-Jahren gibt es Pläne für ein Hallenbad im Neufeld. Am 16. Mai 1968 konstituierte sich die Genossenschaft Schwimmbad Neufeld. Es gab sogar Baupläne für ein Hallenbad. Doch das Projekt blieb erfolglos, die Genossenschaft löste sich im Jahr 1974 auf. Nun fordert der Berner Stadtrat, das Neufeld nochmals als Schwimmhallenstandort zu prüfen. Weil das Gebiet gut mit dem ÖV erschlossen ist und einen direkten Autobahnanschluss hat. Neben dem Tennisclub Neufeld, mehreren Fussballclubs und dem Vita-Parcours im Bremgartenwald sind auch Sportstudenten im Neufeld vertreten – die Universität baut dort gerade ihr Zentrum für Sport und Sportwissenschaften aus. «Wegen der bestehenden Sportinfrastruktur wären die städtebaulichen Ansprüche hier kleiner als auf dem Mittelfeld», sagt Gemeinderätin Teuscher (siehe Standort Mittelfeld). Doch die bestehenden Sportanlagen sind gleichzeitig auch ein Problem: «Wir müssten wahrscheinlich eine bestehende Anlage verschieben und anderswo Alternativen finden», so Teuscher. tob
Enrique Muñoz García
Zwar will die Stadt Bern hier die Wohnungsknappheit entschärfen. Trotzdem gibt es Pläne für die Schwimmhalle.Eine Siedlung für 3000 Menschen mit Einkaufsläden, einem  Park und vielen Bäumen ist auf dem Vierer- und dem Mittelfeld im Länggassquartier geplant. Zwar hat der Gemeinderat das Mittelfeld als Standort für eine Schwimmhalle  schon einmal  verworfen. Trotzdem gibt es (nach einem Vorstoss im Stadtrat) nun   wieder zwei Versionen für die neue Siedlung – eine mit und eine ohne Schwimmhalle. Dem Vernehmen nach wird der Standort vom Sportamt favorisiert. Und auch die zuständige Gemeinderätin Franziska Teuscher  betont: «Das Mittelfeld ist von überall in der Stadt Bern her gut erreichbar, es ist mit zwei ÖV-Linien erschlossen und für Velofahrer bequem zugänglich.»  Gegen das Mittelfeld spricht: Ein neues Hallenbad würde 40 der geplanten Neubauwohnungen verdrängen. In Zeiten der Wohnungsknappheit ist dies ein gewichtiges Argument. Zudem könnte es den Bau  verteuern, wenn die Schwimmhalle mitten in einem Wohnquartier entstünde. «Das Hallenbad müsste  zur Siedlung passen und wohl höhere architektonische Auflagen erfüllen als anderswo», sagt Franziska Teuscher. tob
Zwar will die Stadt Bern hier die Wohnungsknappheit entschärfen. Trotzdem gibt es Pläne für die Schwimmhalle.Eine Siedlung für 3000 Menschen mit Einkaufsläden, einem Park und vielen Bäumen ist auf dem Vierer- und dem Mittelfeld im Länggassquartier geplant. Zwar hat der Gemeinderat das Mittelfeld als Standort für eine Schwimmhalle schon einmal verworfen. Trotzdem gibt es (nach einem Vorstoss im Stadtrat) nun wieder zwei Versionen für die neue Siedlung – eine mit und eine ohne Schwimmhalle. Dem Vernehmen nach wird der Standort vom Sportamt favorisiert. Und auch die zuständige Gemeinderätin Franziska Teuscher betont: «Das Mittelfeld ist von überall in der Stadt Bern her gut erreichbar, es ist mit zwei ÖV-Linien erschlossen und für Velofahrer bequem zugänglich.» Gegen das Mittelfeld spricht: Ein neues Hallenbad würde 40 der geplanten Neubauwohnungen verdrängen. In Zeiten der Wohnungsknappheit ist dies ein gewichtiges Argument. Zudem könnte es den Bau verteuern, wenn die Schwimmhalle mitten in einem Wohnquartier entstünde. «Das Hallenbad müsste zur Siedlung passen und wohl höhere architektonische Auflagen erfüllen als anderswo», sagt Franziska Teuscher. tob
Vor einem Jahr als Standort auserwählt, spricht insbesondere die schlecht erschlossene Lage gegen ihn.Vor einem Jahr schien die Suche nach einem Standort für eine 50-Meter-Schwimmhalle endlich entschieden: Aus zuletzt zwei Optionen – Marzili und Gaswerk-Areal – wählte der Gemeinderat das Gaswerk-Areal. Bald erhoben sich kritische Stimmen gegen den Entscheid. Schliesslich öffneten die neu zuständige Gemeinderätin Franziska Teuscher und der Stadtrat den Fächer nochmals.Die Kritik am Standort Gaswerk-Areal entzündet sich in erster Linie an dessen Verkehrserschliessung. Im Gegensatz zu anderen Standorten ist hier weit und breit kein Autobahnanschluss, und insbesondere an der Sandrainstrasse wird schon heute über zu viel Verkehr geklagt. Schliesslich werden bereits die geplanten Neubauten auf dem Areal nicht ohne Mehrverkehr zu realisieren sein. Ebenso ungeklärt ist die ÖV-Erschliessung: Die Haltestellen des Nüünitrams sind zu weit weg, die Busse über die Monbijoubrücke gehören zu einer Tangentiallinie, die nur werktags mit lockerem Takt in Betrieb ist. Der Marzili-Bus hingegen verkehrt nur am Abend, ein Ausbau ist nicht in Sicht. hae
Vor einem Jahr als Standort auserwählt, spricht insbesondere die schlecht erschlossene Lage gegen ihn.Vor einem Jahr schien die Suche nach einem Standort für eine 50-Meter-Schwimmhalle endlich entschieden: Aus zuletzt zwei Optionen – Marzili und Gaswerk-Areal – wählte der Gemeinderat das Gaswerk-Areal. Bald erhoben sich kritische Stimmen gegen den Entscheid. Schliesslich öffneten die neu zuständige Gemeinderätin Franziska Teuscher und der Stadtrat den Fächer nochmals.Die Kritik am Standort Gaswerk-Areal entzündet sich in erster Linie an dessen Verkehrserschliessung. Im Gegensatz zu anderen Standorten ist hier weit und breit kein Autobahnanschluss, und insbesondere an der Sandrainstrasse wird schon heute über zu viel Verkehr geklagt. Schliesslich werden bereits die geplanten Neubauten auf dem Areal nicht ohne Mehrverkehr zu realisieren sein. Ebenso ungeklärt ist die ÖV-Erschliessung: Die Haltestellen des Nüünitrams sind zu weit weg, die Busse über die Monbijoubrücke gehören zu einer Tangentiallinie, die nur werktags mit lockerem Takt in Betrieb ist. Der Marzili-Bus hingegen verkehrt nur am Abend, ein Ausbau ist nicht in Sicht. hae
Grafik: Stadtbauten Bern
Hier gibt es bereits ein Hallenbad. Das Berner Nordquartier hat deshalb schlechte Karten bei der Standortwahl.Das Wankdorfquartier  wird seit 25 Jahren regelmässig als Standort für ein neues Hallenbad genannt. Als das alte Wankdorfstadion (1925 bis 2001) noch am Leben war, wollte man im Bauch von dessen Tribüne  Schwimmbahnen bauen. Und auch das offizielle Sportkonzept der Stadt Bern aus dem Jahr 2011 sah das Wankdorf als optimalen Standort für die geplante 50-Meter-Schwimmhalle an. Doch weil bereits das Hallenbad Wyler in diesem Stadtteil steht, bekämpften viele Parteien den Standort.Nun bringt FDP-Präsident Philippe Müller das Nordquartier  erneut ins Spiel. Und er wagt sich sogar noch näher ans Wylerbad heran. «Das dreistöckige Garderobengebäude beim Freibad Wyler wäre ein guter Standort für ein neues Hallenbad», sagt Müller. Dieses Gebäude sei vom Betonkrebs befallen, und es sei zu einem  grossen Teil unbenutzt.   Ab Januar sammelt die FDP Unterschriften, die den Bau der geplanten Schwimmhalle innerhalb von fünf Jahren fordert. «Wir lassen in unserer Initiative die Standortfrage bewusst weg. Diese Frage müssen letztlich die Experten beantworten», sagt Müller. tob
Hier gibt es bereits ein Hallenbad. Das Berner Nordquartier hat deshalb schlechte Karten bei der Standortwahl.Das Wankdorfquartier wird seit 25 Jahren regelmässig als Standort für ein neues Hallenbad genannt. Als das alte Wankdorfstadion (1925 bis 2001) noch am Leben war, wollte man im Bauch von dessen Tribüne Schwimmbahnen bauen. Und auch das offizielle Sportkonzept der Stadt Bern aus dem Jahr 2011 sah das Wankdorf als optimalen Standort für die geplante 50-Meter-Schwimmhalle an. Doch weil bereits das Hallenbad Wyler in diesem Stadtteil steht, bekämpften viele Parteien den Standort.Nun bringt FDP-Präsident Philippe Müller das Nordquartier erneut ins Spiel. Und er wagt sich sogar noch näher ans Wylerbad heran. «Das dreistöckige Garderobengebäude beim Freibad Wyler wäre ein guter Standort für ein neues Hallenbad», sagt Müller. Dieses Gebäude sei vom Betonkrebs befallen, und es sei zu einem grossen Teil unbenutzt. Ab Januar sammelt die FDP Unterschriften, die den Bau der geplanten Schwimmhalle innerhalb von fünf Jahren fordert. «Wir lassen in unserer Initiative die Standortfrage bewusst weg. Diese Frage müssen letztlich die Experten beantworten», sagt Müller. tob
Stefan Anderegg
Im Wylerbad im Norden von Bern fürchtet man sich davor, von Kunden überschwemmt zu werden, wenn das «Mubeeri» einst zu ist.
Im Wylerbad im Norden von Bern fürchtet man sich davor, von Kunden überschwemmt zu werden, wenn das «Mubeeri» einst zu ist.
Daniel Fuchs
Das «Mubeeri» am Hirschengraben ist alt und renovationsbedürftig. Ein Umbau jedoch lohnt sich nicht mehr. Wie lange es noch betrieben werden soll, ist nicht klar.
Das «Mubeeri» am Hirschengraben ist alt und renovationsbedürftig. Ein Umbau jedoch lohnt sich nicht mehr. Wie lange es noch betrieben werden soll, ist nicht klar.
Urs Baumann
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Es scheint, als wäre eine Vorentscheidung in Sachen Standort für Berns neues Hallenbad gefallen: Die Stadtbernische Vereinigung für Sport (SVS) präsentierte gestern den von ihr favorisierten Standort, und dieser hat auch für die zuständige Gemeinderätin Franziska Teuscher im Moment Oberwasser. Auf dem Mittelfeld, am Rand des Länggassquartiers und in unmittelbarer Nähe der Sportanlagen Neufeld wäre ein neues Hallenbad mit 50-Meter-Becken am richtigen Ort.

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