Hälfte der Psychiater will immer noch keinen Notfalldienst leisten

Im Spätherbst wird in Biel nach langem Ringen ein Psychiatrie-Notfalldienst eingerichtet. Rund die Hälfte der Psychiater ist jedoch nicht bereit, Notfalldienst zu leisten, und bezahlt lieber die Ersatzabgabe.

Zankapfel Notfalldienst: Die Bieler Psychiater bezahlen lieber eine Ersatzabgabe, als abends und am Wochenende zu arbeiten.

(Bild: Fotolia)

Philippe Müller

Um 17.30 Uhr ist Schluss. Und am Wochenende bleiben die Praxen gleich ganz zu. In Biel herrscht ein Notfallvakuum in der Psychiatrie: Keiner der rund 30 niedergelassenen Psychiater ist bereit, Notfalldienst zu leisten.

Allesamt haben sie sich gegen eine Jahresgebühr von 5500 Franken davon befreien lassen. Dass der ärztliche Bezirksverein Biel-Seeland dies so billigte, ist fragwürdig. Gemäss kantonalem Gesundheitsgesetz ist grundsätzlich jeder Arzt verpflichtet, Notfalldienst zu leisten, für eine Befreiung braucht es gewichtige Gründe.

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