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Hacker missbrauchen Mailkonto von Könizer CVP-Politikerin

Sie habe in Madrid ihr Gepäck verloren und brauche dringend Geld. Diesen Hilferuf haben Hacker gestern im Namen von Parlamentarierin Verena Koshy verschickt.

«Ich bin nach Madrid verreist und habe meine Tasche verloren samt Reisepass und KreditkarteIch wollte dich fragen, ob du mir ein bisschen Geld so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück, sobald ich da bin.» Diese Mail haben Hacker gestern im Namen der Könizerin Verena Koshy (58) verschickt – mit deren Yahoo-Adresse inklusive Signatur. Wer den Text nicht als typische Hackerschreibe durchschaut, wird fehlgeleitet. Denn beim Antwortmail ist die Adresse leicht verändert, drei Buchstaben sind vertauscht. Das merkt nur, wer genau hinschaut.

Für Verena Koshy bedeutet die kriminelle Aktion einen Riesenärger. Denn als Politikerin und Gerontologiefachfrau ist sie breit vernetzt – entsprechend viele Adressaten haben den falschen Hilferuf erhalten. Zum Ärger gesellen sich grosse Umtriebe – alle ihre Mailadressen sind verloren gegangen. Yahoo rät dazu, sich sofort beim Provider zu melden. «Je früher, desto besser», sagt eine Firmensprecherin, «dann können unsere Fachleute die Daten allenfalls noch retten.» Das Ferienmail ist ein Hackerklassiker. Viel Geld verlieren kann, wer die angegebene Nummer tatsächlich wählt. Es droht eine Rechnung in drei- oder vierstelliger Höhe.

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