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Gurlitt-Ausstellung: Ein kostspieliger Besuchererfolg

Im Kunstmuseum Bern geht die erste Gurlitt-Ausstellung zu Ende. Marcel Brülhart, Gurlitt-Beauftragter des Museums, über die Kosten und den Wert des geerbten Kunsthändlernachlasses.

Endlich gibts die Bilder zu sehen: Am Mittwoch (1.11.2017) wurde die Gurlitt-Ausstellung im Berner Kunstmuseum eröffnet.
Endlich gibts die Bilder zu sehen: Am Mittwoch (1.11.2017) wurde die Gurlitt-Ausstellung im Berner Kunstmuseum eröffnet.
Christian Pfander
Die Forschungsleiterin des deutschen Zentrums Kulturgutverluste, Andrea Baresel-Brand; Vizepräsident des Kunstmuseums Bern, Marc Brühlhart; Museumsdirektorin Nina Zimmer und Rein Wolfs von der Bundeskunsthalle Bonn (v.l.) informierten am Mittwoch an einer Medienkonferenz im Berner Kunstmuseum.
Die Forschungsleiterin des deutschen Zentrums Kulturgutverluste, Andrea Baresel-Brand; Vizepräsident des Kunstmuseums Bern, Marc Brühlhart; Museumsdirektorin Nina Zimmer und Rein Wolfs von der Bundeskunsthalle Bonn (v.l.) informierten am Mittwoch an einer Medienkonferenz im Berner Kunstmuseum.
Christian Pfander
Farblithografie: «Leonie» (1923) von Otto Dix.
Farblithografie: «Leonie» (1923) von Otto Dix.
zvg/Kunstmuseum Bern
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Herr Brülhart, mit «Der NS-Kunstraub und die Folgen» werden im April Raubkunstwerke aus dem Gurlitt-Bestand nach Bern kommen. Ist dies im Sinn der Vereinbarung zwischen dem Kunstmuseum Bern, der deutschen Regierung und Bayern, die vorsieht, dass nie «rote» Werke in die Schweiz gelangen?Marcel Brülhart: Das ist tatsächlich eine heikle Frage, die wir ­lange diskutiert haben. Wir übernehmen aber lediglich die Bonner Ausstellung, und die Werke gehen anschliessend zurück. Zudem haben wir mit der Vereinbarung vom 24. November 2014 das Eigentum an allen «roten» Werken direkt aufgegeben. Faktisch leihen wir diese Werke also nur aus. Wir haben uns dafür entschieden, weil wir diese hoch­interessante Ausstellung der Schweizer Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchten.

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