Hochhauspläne werden konkret

Gümligen

Private Investoren wollen den Bau eines 60-Meter-Wohngebäudes beim Bahnhof Gümligen vorantreiben.

Zwischen Kreisel, Strasse und Bahngleis soll ein Hochhaus gebaut werden.

Zwischen Kreisel, Strasse und Bahngleis soll ein Hochhaus gebaut werden.

(Bild: Nicole Philipp)

Wo sich heute noch Garagen und Abstellplätze befinden, soll dereinst ein Quartier für mehrere Hundert Leute entstehen. Das ­Industriegebiet Lischenmoos, westlich des Bahnhofs Gümligen, ist das grösste und bedeutendste Entwicklungsgebiet der Gemeinde Muri. Geplant sind neben verschiedenen Überbauungen ein Platz, ein Park – und ein 60-Meter-Hochhaus.

Und genau dieses Hochhausprojekt wird nun konkreter. Wie die Gemeinde Muri in einer Mitteilung schreibt, ist für die Parzelle beim Kreisel Moosstrasse, zwischen Strasse und Bahngleis, ein privater Investor gefunden worden. Die HRS Real Estate aus Frauenfeld besitzt bereits seit über zehn Jahren einen Teil des angedachten Baufelds und ist am Kauf des anderen Teils interessiert. Dieser befindet sich im Besitz der Gemeinde, die gewillt ist, das Grundstück zu verkaufen.

Ersatz für Jugendfachstelle

Auf dem Baufeld besitzt die Gemeinde ein altes Stöckli, das der Hochhaus-Überbauung weichen müsste. Im Moment ist dort die Fachstelle für Kinder- und Jugendfragen untergebracht. Für sie müsste ein Ersatzstandort gefunden werden. «Wir haben gemeindeeigene Möglichkeiten, wo die Fachstelle raschestmöglich umplatziert werden könnte, wenn es dann so weit ist», erklärt Muris Gemeindepräsident Thomas Hanke (FDP). So lange wie möglich soll die Einrichtung aber noch in der aktuellen Liegenschaft bleiben. «Denn der Standort eignet sich für die Fachstelle sehr gut.»

Parlament entscheidet

Durch die Initiative der HRS könnte Muri gleich doppelt profitieren. Einerseits würde die Realisierung des Hochhauses den Auftakt zum ganzen Lischenmoos-Projekt bedeuten. Andererseits könnte der Erlös aus dem Verkauf für dessen Weiterentwicklung genutzt werden. Das Parlament entscheidet in einer Woche über das Geschäft.

Wird der Verkauf bewilligt, soll im April ein Architekturwettbewerb gestartet werden, der bis Herbst andauern wird. Wie der Zeithorizont anschliessend aussieht, lässt sich noch nicht abschätzen. Die ersten Planungsvorschriften befinden sich beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Vorprüfung. «Natürlich ist die Planung von der Genehmigung des AGR abhängig», sagt Hanke. Die Investoren seien sich bewusst, dass es noch zu Korrekturen kommen könne. «Aber ich begrüsse das zügige Tempo, das wir mit dieser Zusammenarbeit angeschlagen haben.»

Berner Zeitung

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