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170 Retter übten auf der A5 den Ernstfall

Mehrere Blaulichtorganisationen probten am Samstag auf dem neuen Autobahnteilstück der A5 bei Biel den Ernstfall.

Die Feuerwehr musste mehrere Figuranten aus einem umgekippten Kleinbus befreien.
Die Feuerwehr musste mehrere Figuranten aus einem umgekippten Kleinbus befreien.
pkb
Für die Übung wurde im Längholztunnel ein Fahrzeugbrand simuliert.
Für die Übung wurde im Längholztunnel ein Fahrzeugbrand simuliert.
pkb
Ein Mitarbeiter der Kantonspolizei Bern bei der Unfallaufnahme.
Ein Mitarbeiter der Kantonspolizei Bern bei der Unfallaufnahme.
pkb
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Zwei Unfälle mit 4 Toten, 19 Verletzten und giftigem Chlorgas in der Luft: Mit diesem Szenario sind die Blaulichtorganisationen am Samstag bei einer Übung auf dem neuen Autobahnteilstück der A5 in Biel konfrontiert worden.

Die umfangreiche Einsatzübung hatte keinen Auswirkungen auf den Verkehr, da das betreffende Autobahnteilstück noch nicht in Betrieb genommen worden ist, wie die Kantonspolizei in ihrer Mitteilung vom Samstag festhält.

Die Einsatzkräfte sahen sich mit folgenden Szenario konfrontiert: Ein in Richtung Brügg fahrendes Auto verliert vor dem Tunnelportal Bözingenfeld drei Fässer, aus denen in der Folge Altöl und Reinigungsbenzin auf die Fahrbahn und ins Wageninnere auslaufen. Das Fahrzeug gerät deshalb im Längholztunnel in Brand.

Wegen der starken Rauchentwicklung bremsen ein Kleinbus und ein Auto vor der Einfahrt in den Tunnel stark ab, worauf das Auto in den Kleinbus prallt. Dieser kippt zur Seite.

Folgeunfall mit Gefahrengut

Gemäss Übungsanlage kommt es kurz darauf beim Büttenbergtunnel zu einem zweiten Unfall: Ein mit Gefahrengut beladener Sattelschlepper gerät auf dem ausgelaufenen Altöl ins Schleudern und prallt gegen das Tunnelportal. Zwei Autos werden eingeklemmt. Toxisches Chlorgas gelangt in die Luft.

Insgesamt werden 19 Menschen verletzt, vier Personen sterben. Mehrere Menschen benötigen psychologische Unterstützung.

Für die Grossübung waren 170 Einsatzkräfte im Einsatz. 40 Personen waren als Figuranten oder für die Logistik aufgeboten. Rund 25 Spezialisten beobachteten die Übung und beurteilten die Einsatzkräfte. Laut Mitteilung zieht die Übungsleitung insgesamt ein positives Fazit.

Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu trainieren, die Kommunikationsmittel und die Notfallkonzepte zu überprüfen und die Mittel der verschiedenen Organisationen optimal einzusetzen. Wo notwendig, würden Korrekturen vorgenommen und Konzepte angepasst.

Beteiligt waren das Bundesamt für Strassen, die Berufsfeuerwehr Biel, die Ambulanz Region Biel, das Care Team des Kantons Bern, das Regionale Führungsorgan Biel, das Tiefbauamt sowie die Berner Kantonspolizei.

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