Grosser Spitalzusammenschluss offiziell abgeschlossen

Das von der Berner Kantonsregierung 2009 lancierte Projekt zur Stärkung des Medizinalstandorts Bern ist am Mittwoch offiziell abgeschlossen worden.

Jetzt ist der Zusammenschluss von Inselspital und der früheren Spital-Netz Bern AG offiziell abgeschlossen.

Jetzt ist der Zusammenschluss von Inselspital und der früheren Spital-Netz Bern AG offiziell abgeschlossen.

(Bild: Daniel Fuchs)

2009 kündigte die Berner Kantonsregierung den Zusammenschluss von Inselspital und der damaligen Spital-Netz Bern AG an. Ziel war es, den Standort Bern für den Wettbewerb besser zu rüsten, Doppelspurigkeiten zu beseitigen und Kosten zu senken.

Die Idee hinter dem Projekt: das Universitätsspital soll für die Spitzenmedizin zuständig sein, die anderen zur Gruppe gehörenden Spitäler für die Grundversorgung. Die Angebote sollen aufeinander abgestimmt werden.

Personal war verunsichert

Das Projekt sorgte für einige Unruhe in der Berner Spitallandschaft. Namentlich das betroffene Personal war verunsichert, es kam zu Kündigungswellen bei der Ärzteschaft.

Seit Anfang Jahr ist die neue Insel-Gruppe mit dem Inselspital, dem Spital- und Altersheim Belp sowie den Spitälern Tiefenau, Aarberg, Riggisberg und Münsingen operativ tätig. Der Regierungsrat hat am Mittwoch das 2009 lancierte Projekt formell abgeschlossen.

«Ausserordentlich anspruchsvoll»

«Wir haben das Ziel erreicht», konstatierte der scheidende Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud (SP) am Mittwoch vor den Medien in Bern. «Es war ein ausserordentlich anspruchsvolles Projekt, das erhebliche Risiken barg, da sind wir uns alle einig», betonte Perrenoud.

Nicht nur bei den Spitälern selber, auch in der Politik habe das Projekt für Verunsicherung gesorgt. Die Spitalstandortinitiative, über die das Berner Volk wohl am 27. November abstimmen wird, sei wohl ein Resultat dieser Verunsicherung, bilanzierte Perrenoud.

Die Initiative zielt insbesondere darauf ab, die Landspitäler zu erhalten. Die Initianten kritisieren vehement die ihrer Ansicht nach verfehlte und teure Zentralisierungspolitik der Regierung.

Weitere Neubauten

Die gewünschte Konzentration am Standort Bern sei erfolgt. Die neue Gruppe könne die Stadt- und die Landbevölkerung versorgen, betonte Perrenoud am Mittwoch einmal mehr.

Perrenoud und die Spitalverantwortlichen blickten aber nicht nur auf Vergangenes, sondern auch auf Zukünftiges. So wurde symbolisch die erste Bodenplatte für das künftige Organ- und Tumorzentrum gelegt. Es ist dies der erste Neubau im Rahmen des Masterplans Inselspital.

Im Rahmen des Masterplans sollen in den kommenden Jahren auf dem Gelände des Inselspitals markante Neubauten entstehen. Sie ersetzen unter anderem das Bettenhochhaus, das 2025 abgerissen wird. Ziel sind kürzere Wege für Patienten und Personal.

cha/sda

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