Grosser Rat stellt sich hinter Formel-E-Rennen

Der Regierungsrat betrachtet das Formel-E-Rennen, das im Juni in der Stadt Bern stattfindet, als Chance für den Tourismus. Er ist bereit ein Postulat zu prüfen, das der Grosse Rat überwiesen hat.

Letztes Jahr fuhren die Formel-E-Boliden noch in Zürich. Dieses Jahr findet das Rennen in Bern Stadt.

Letztes Jahr fuhren die Formel-E-Boliden noch in Zürich. Dieses Jahr findet das Rennen in Bern Stadt.

(Bild: Urs Jaudas)

Der Grosse Rat beurteilt das Formel-E-Rennen, das im Juni in der Stadt Bern stattfinden wird, mehrheitlich positiv. Das zeigte sich am Donnerstag im Berner Rathaus.

Das Kantonsparlament überwies der Regierung ein Postulat mit dem Titel «Der Kanton nutzt die weltweite Ausstrahlung eines Motorsportanlasses in der Stadt Bern».

Konkret sollen die Berner Tourismusförderorganisationen einen «substanziellen Beitrag» zur Begleitung des Formel-E-Rennens beisteuern. Auch soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass künftig erneut ein «gleichartiger, international renommierter» Sportanlass im Kanton Bern stattfindet.

Im Rathaus waren allerdings auch etliche kritische Stimmen zu hören. Die Klimaneutralität des Anlasses sei fraglich, hiess es etwa. Für solche Grossanlässe müsse immer ein Riesen-Aufwand betrieben werden. Die Befürworter sagten beispielsweise, E-Mobilität sei ein «Schlüsselfaktor». So etwas gelte es zu unterstützen.

Unterstützungsgesuch möglich

Die Kantonsregierung war bereit, den Vorstoss in der Form des Postulats, also eines Prüfungsauftrags, entgegenzunehmen. Ursprünglich kam der Vorstoss als verbindliche Motion daher, wurde aber vom Motionär umgewandelt.

Der Regierungsrat sprach von grossen Chancen und einem wichtigen Element der Tourismuswerbung. Werbung zu betreiben, sei Aufgabe der Berner Dachmarketingorganisation BE! Tourismus und von Bern Welcome, der Tourismusorganisation von Stadt und Region Bern.

BE! Tourismus habe bereits den Auftrag, Grossanlässe mit internationaler Ausstrahlung zu vermarkten. Bern Welcome könne bei Bedarf beim bernischen Wirtschaftsamt beco ein Gesuch um finanzielle Unterstützung stellen. Ausgeschlossen seien Beiträge aus Sport- oder Lotteriefonds.

js/sda

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