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Grosser Rat genehmigt Planungskredit für Medizinzentrum

Auf dem Inselareal soll ab 2024 ein Forschungs- und Ausbildungszentrum Medizin entstehen. Der Grosse Rat hat am Mittwoch den Projektierungskredit in der Höhe von 28,5 Millionen Franken genehmigt.

chh
Ab 2024 soll auf dem Inselareal ein Forschungs- und Ausbildungszentrum entstehen (Archivbild).
Ab 2024 soll auf dem Inselareal ein Forschungs- und Ausbildungszentrum entstehen (Archivbild).
Raphael Moser

Der geplante Neubau ist Teil des Ausbaus der medizinischen Fakultät der Universität Bern und die erste Etappe der angestrebten Konzentration auf dem Inselareal. Der Kanton Bern hat sich die Stärkung des Medizinalstandortes als strategisches Ziel gesetzt, wie mehrere Grossräte in Erinnerung riefen.

Dazu gehört auch, dass die medizinische Fakultät der Universität Bern zur grössten Ausbildungsstätte der Schweiz für Humanmedizin werden soll. Mit dem Ausbau der Studienplätze profitiert die Uni Bern von der Anschubfinanzierung des Bundes und kann dauerhaft mit Beiträgen für ausserkantonale Studierende rechnen.

Geplant ist der Neubau auf dem kantonseigenen Areal an der Friedbühlstrasse. Im neuen Zentrum sollen die Institute für Anatomie, für Biochemie und Molekulare Medizin, für Physiologie, für Infektionskrankheiten, für Pharmakologie sowie das Theodor Kocher Institut untergebracht werden - und dort über mehr Raum verfügen.

Baukosten auf 340 Millionen geschätzt

Im Frühling 2023 soll das Kantonsparlament über den Ausführungskredit entscheiden. Die Gesamtkosten für das Projekt werden grob auf rund 340 Millionen Franken geschätzt. Vom Bund werden Beiträge von rund 50 Millionen Franken erwartet. Der Baustart ist für 2024 und der Bezug des Neubaus 2029 geplant.

Das Parlament nahm den Planungskredit mit der Auflage an, dass im Rahmen der Projektierung potenzielle oder erzielte Einsparungen detailliert ausgewiesen und begründet werden.

Vor dem Kredit-Entscheid beugte sich der Grosse Rat am Mittwoch über einen Bericht der Regierung zur baulichen Entwicklung des Inselareals und der medizinischen Fakultät der Universität Bern. Diesen hatte das Parlament vor einem Jahr bestellt.

Investitionsbedarf total rund 1 Milliarde

Der Bericht weist für das Inselareal einen geschätzten Investitionsbedarf von insgesamt 1,15 Milliarden Franken aus - bei Berücksichtigung der Bundesbeiträge macht dies netto 945 Millionen Franken.

Enthalten sind auf der Liste der Investitionen weitere Bauvorhaben - nebst dem Forschungs- und Ausbildungszentrum unter anderem die Zahnmedizinischen Kliniken oder das Institut für Pathologie/Department for BioMedical Research.

Für Erziehungsdirektorin Christine Häsler (Grüne) sind die geplanten Investitionen von «absolut zentraler Bedeutung» für den Kanton Bern. Auf dem Inselareal entstehe ein europaweit einzigartiger Medizin-Campus, der seinerseits für eine Wertschöpfung sorgen werde.

Finanzierbarkeit noch nicht gesichert

Mittels einer Planungserklärung hielt der Grosse Rat am Mittwoch fest, dass die Finanzierbarkeit des Gesamtinvestitionsbedarfs sowie der Kostenfolgen zum heutigen Zeitpunkt nicht gesichert seien. In der künftigen Planung werden allenfalls Anpassungen an die verfügbaren Mittel notwendig sein.

Zudem fordert das Parlament den Regierungsrat auf, «im Sinne der Good Governance» mit maximal drei Mitgliedern in der Strategiegruppe zur Weiterentwicklung des Inselareals vertreten zu sein. Heute sind vier Regierungsmitglieder im Strategiegremium, was vom Parlament als problematisch empfunden wird.

Weiter wünschte das Parlament weitere Informationen über die geplante bauliche Entwicklung der gesamten Universität. Mit diesen Auflagen nahm das Parlament schliesslich einstimmig Kenntnis vom Bericht.

(SDA)

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