Grössere Spende für die Gosteli-Stiftung

Weitere 100'000 Franken für die Gosteli-Stiftung: Nach der Burger­gemeinde setzt sich nun auch die Mobiliar für das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung ein.

Marthe Gosteli hinterliess nach ihrem Tod ein umfassendes Archiv zum Thema Frauenrechte.

Marthe Gosteli hinterliess nach ihrem Tod ein umfassendes Archiv zum Thema Frauenrechte.

(Bild: Urs Baumann)

«Unglaublich», sagt Silvia Bühler. Die Leiterin des Gosteli-Archivs erhielt am Mittwoch für die Arbeit des Archivs zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung einen Check von 100'000 Franken. Spenderin ist die Schweizerische Mobiliar, die laut Ständerat Werner Luginbühl, Leiter Public Affairs bei der Versicherungsgesellschaft, ein Zeichen setzen wollte.

«Damit leistet die Mobiliar einen Beitrag an den Erhalt des Lebenswerks von Marthe Gosteli», sagt Luginbühl. Vor einigen Wochen erhielt das Archiv bereits den Kulturpreis der Burgergemeinde Bern in der Höhe von 100'000 Franken.

Stiftung war knapp bei Kasse

Im Februar hatte diese Zeitung publik gemacht, dass der Gosteli-Stiftung das Geld ausgeht. Ende 2016 hatte die Stiftung noch etwa 360'000 Franken Vermögen, bei einem Jahresaufwand von rund 250'000 Franken. Mittlerweile sieht die Lage besser aus. Neben den 200'000 Franken der oben erwähnten Geldgeber weist die Stiftung auch markant mehr Spenden auf.

Dafür sieht Archivleiterin Bühler zwei Gründe: Erstens ist die Stiftung durch den Kulturpreisgewinn in den Köpfen der Leute vermehrt präsent. Und zweitens führte auch das Ableben von Marthe Gosteli zu neuen Spenden. «Frau Gosteli wollte ja auch, dass auf der Todesanzeige zu Spenden für das Archiv aufgerufen wird», sagt Bühler.

Saniert ist die Stiftung durch diese Gelder noch nicht, aber die Spenden sichern dem Archiv die Zwischenphase, bis die hängigen politischen Vorstösse behandelt sind. Sowohl auf kantonaler wie nationaler Ebene sind Politiker vorstellig geworden, um die finanzielle Zukunft des Archivs zu sichern. Dank breiter Unterstützung aus verschiedenen politischen Lagern sieht es gut aus für die Gosteli-Stiftung. Bis es zu ­definitiven Entscheiden kommt, finanziert sich die Stiftung weiterhin privat. Da kommen die Spenden ganz gelegen.

bol

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