Belp

Gribis Hangar wird konkret

BelpMit einem grossen Hangar will Alex Gribi seiner Firma Alpine Sky Jets Schub verleihen. Er soll Platz für zwei Businessjets bieten. Pläne dafür gibt es schon lange.

<b>Alex Gribi:</b> «Ein Hangar ist der beste ­Unterhalt.»

Alex Gribi: «Ein Hangar ist der beste ­Unterhalt.» Bild: Christian Pfander

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

26 Meter breit, 43 Meter lang, 11 Meter hoch. So gross soll der neue Hangar werden, den Alex Gribi in seinem Terminal-Nord am Flughafen Bern-Belp bauen lassen will. «Das wäre sehr wichtig für uns», sagt Gribi, der sich davon Mehreinnahmen für seine Firma Alpine Sky Jets verspricht.

Der Hangar soll Platz bieten für zwei Businessjets, mit denen Gribis Firma operiert, sowie für ein paar Kleinflugzeuge. Das umfangreiche Baugesuch liegt noch bis zum 1. Februar auf der Belper Bauverwaltung auf.

Ausbau geplant

Im Belpmoos ist Alex Gribi Grundeigentümer vom privaten Terminal-Nord, das sich entlang der Flugplatzstrasse erstreckt. Dort führt er zusammen mit seinen Söhnen Matteo und Manuel nebst einer Immobilienfirma die Firma Alpine Sky Jets, die etwa Charterflüge in Businessjets anbietet.

Im Auftrag von Dritten managt und betreibt die Firma eine kleine Flotte. Seit dem letzten September operiert sie mit einer Gulfstream G280, im Februar wird eine Falcon 900 dazukommen, später eine dritte, eventuell eine vierte Maschine. Seine Kunden: Geschäftsleute, Sportmannschaften, Vermögende, VIPs.

Projekt verzögerte sich

Pläne für einen neuen Hangar gibt es schon seit mehreren Jahren. Ein Investor habe gewünscht, dass sein Flugzeug nicht draussen stationiert werde, sondern in einer Halle, sagt Grundeigentümer Gribi. Wegen eines Streits um Wegrechte habe sich das Projekt aber verzögert. Nun aber soll es rasch gehen. Bauarbeiten ab Sommer, Inbetriebnahme bis November, so stellt er sich das vor.

Für die Flugzeuge, die um die 25 Millionen Franken kosten, sei die Unterbringung in einem Hangar «der beste Unterhalt». Dort seien sie vor Witterungseinflüssen geschützt, es gebe viel weniger Schäden und damit weniger Arbeit und Kosten. Wartungs- und Unterhaltsarbeiten oder Betankungen sind im neuen Hangar allerdings nicht erlaubt. Die Maschinen sind an etwa hundert Tagen in Belp stationiert.

Nicht mehr Flugbewegungen

Die Familie Gribi ist seit fast 75 Jahren im nördlichen Teil des Flughafens aktiv. Alex Gribis Vater Franz Gribi betrieb hier die Flugschule Gribair, er selbst gründete 1983 die Fluggesellschaft Skywork. Zum Familienimperium gehört seit knapp zwei Jahren auch das Restaurant Gribis Eat & Drink, das von Gribis Frau Yvette geführt wird.

Und nun also der neue Hangar. Zugunsten des Neubaus müssen drei bestehende kleinere Hangars abgerissen werden. Wie aus dem Baugesuch hervorgeht, betragen die Baukosten insgesamt 2,34 Millionen Franken. Allein die Pfählung koste 400 000 Franken, sagt Gribi.

2016 gingen von den rund 50 000 Flugbewegungen im Belpmoos 700 auf das Terminal-Nord zurück. An dieser Zahl werde sich nichts ändern, heisst es im Gesuch. Und auch bezüglich Lärm und Luft sollen die Immissionen nicht zunehmen.

Trotz des neuen Hangars: Alex Gribi sieht seine Flugzeuge auch künftig lieber in aller Welt unterwegs. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.01.2018, 10:24 Uhr

Artikel zum Thema

Skywork-Gründer hat immer an eine Rettung geglaubt

Belp Vor 34 Jahren gründete Alex Gribi die Fluggesellschaft Skywork. Auch er hätte schon beinahe eine Grounding erlebt – und hat in den letzten Wochen mit der Firma mitgelitten. Gribi plädiert für lokalpatriotisch unterlegtes unternehmerisches Engagement. Mehr...

Der Flugpionier ist jetzt Wirt

Belp Flugpionier Alex Gribi hatte grosse Pläne für sein Terminal im Norden des Flughafens Bern-Belp. Nun setzt er zusammen mit seiner Frau auf kulinarische Höhenflüge. Mehr...

Flughafen Bern-Belp plant neuen Terminal für Privatjets

Belp Der Geschäftsreiseverkehr am Flughafen Bern-Belp soll nicht mehr im Terminal abgefertigt werden. Vom Umbau ist auch eine Flugschule ist betroffen. Mehr...

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Blogs

Sportblog Aber bitte nach Schweizer Art

Serienjunkie Eine Serie, die wehtut

Service

Von Kino bis Festival

Finden Sie hier die schönsten Events in unserer Region.

Die Welt in Bildern

Sie kann gar nicht gross genug sein: Beobachtet von Schaulustigen, reitet ein Surfer vor der Küste von Nazaré, Portugal, auf einer Monsterwelle. (18. Januar 2018)
(Bild: Armando Franca/AP) Mehr...