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Greis sang am AKW-Protest-Picknick

Ein paar Hundert Atomgegner haben am Dienstagmittag an einem weiteren Protest-Picknick vor dem BKW-Hauptsitz teilgenommen. Der Rapper Greis beteiligte sich mit einem Auftritt an der Kundgebung am Berner Viktoriaplatz.

Seit einer Woche campieren AKW-Gegner vor dem BKW-Gebäude campiert. Sie wollen bleiben, bis das AKW-Mühleberg abgeschaltet werde.
Seit einer Woche campieren AKW-Gegner vor dem BKW-Gebäude campiert. Sie wollen bleiben, bis das AKW-Mühleberg abgeschaltet werde.
Claudia Salzmann
Am Dienstag riefen die AKW-Gegner zum Protest-Picknick auf.
Am Dienstag riefen die AKW-Gegner zum Protest-Picknick auf.
Claudia Salzmann
Von einer unbefristeten Bewilligung will Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) aber nichts wissen.
Von einer unbefristeten Bewilligung will Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) aber nichts wissen.
Claudia Salzmann
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Zwischen den musikalischen Einlagen munterte der Berner Künstler die Anwesenden auf, ihren Protest gegen das AKW in Mühleberg fortzusetzen. Er hielt überdies fest, dass sein Konzert im aufgebauten Zirkuszelt auf dem Viktoriaplatz klimaneutral sei. Die Energie für das Mikrofon stamme nämlich von den aufgestellten Sonnenkollektoren, sagte Greis. Das Picknick, zu dem die «Bürgerinnen und Bürger gegen das Atomrisiko» aufgerufen hatten, fand bereits zum vierten Mal statt.

Ein weiterer Protest vor dem BKW-Hauptsitz ist seit einer Woche im Gang. Auf dem Rasen beim Viktoriaplatz demonstrieren nach wie vor Atomgegner mit einem Zeltlager.

Der Platz gehört der Stadt Bern. Diese toleriert bisher das Protestcamp, wie Sicherheitsdirektor Reto Nause auf Anfrage sagte. An einem Treffen vom Vortag hätten die Aktivisten bekräftigt, ihr Zeltlager weiterführen zu wollen, bis das AKW Mühleberg abgestellt werde.

Campierer müssen Regelen befolgen

Zwar sei das Zeltlager illegal, bekräftigte Nause, doch bisher hielten sich die Aktivisten an die Regeln. So dürfe unter anderem das Lager nicht über den Perimeter der Wiese hinaus vergrössert werden.

Weisungen gibt es auch bezüglich des Lärms, wie Nause ausführte. Dagegen verstiessen die Organisatoren allerdings auch nicht mit dem Auftritt von Greis, zumal der Solarverstärker eine begrenzte Leistung aufwies. Die Musik ging sozusagen im Lärm des Verkehrs unter.

Aus heutiger Sicht bestehe im Zeltlager kein Sicherheitsproblem, wie Nause weiter sagte. Dies würde sich aber beispielsweise ändern, wenn der öffentliche Verkehr tangiert wäre.

SDA/cls

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