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Glanz und Glitzer am «Gugus Gurte»

Wer sich noch nicht in die pralle Sonne auf dem Gurten wagt, dem bietet der «Gugus Gurte» den perfekten Ort zum Einstimmen. Mit kleinen Konzerten oder einem angenehm kühlen Teppichland.

Die «Heitere Fahne» bietet mit dem siebten «Gugus Gurte» am Fuss des Berner Hausbergs während den vier Festivaltagen ein vielfältiges Programm.
Die «Heitere Fahne» bietet mit dem siebten «Gugus Gurte» am Fuss des Berner Hausbergs während den vier Festivaltagen ein vielfältiges Programm.
Sabine Gfeller
Perfekt, um sich langsam auf den Konzertmarathon auf dem Berg einzustimmen - oder um bis in die frühen Morgenstunden zu verweilen.
Perfekt, um sich langsam auf den Konzertmarathon auf dem Berg einzustimmen - oder um bis in die frühen Morgenstunden zu verweilen.
Sabine Gfeller
«Alles wird gut. Heitere Fahne no ne mau!»
«Alles wird gut. Heitere Fahne no ne mau!»
Sabine Gfeller
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Der «Gugus Gurte» nimmt uns mit in die Zukunft. Wie? Mit einer selbst erbauten russischen Zeitmaschine, innen ganz in Gold. «Futura» lautet ihr Motto. Die Kleidung der herumschwirrenden Arbeitsbienen sieht aus wie - natürlich - aus einem anderen Zeitalter: Mit viel Glanz und Glitzer. Sie reservieren diese Verschönerung allerdings nicht für sich. Ein Schminkteam trägt Kindern schimmernde Farben mit Pinsel auf ihr Gesicht, und auch Erwachsene dürfen hinsitzen für die Schminkaktion.

Die «Heitere Fahne» bietet mit dem siebten «Gugus Gurte» am Fuss des Berner Hausbergs während den vier Festivaltagen ein vielfältiges Programm. Perfekt, um sich langsam auf den Konzertmarathon auf dem Berg einzustimmen - oder um bis in die frühen Morgenstunden zu verweilen.

Vom Schwitzen und...

Gestern Freitag läutete die Band «Junk Shop» den Abend mit feinen Klängen ein, die zum Zurücklehnen einluden. Alles norwegische Künstler, abgesehen von einem Schweizer Mitglied. Dieser erzählte mit Humor und französischem Akzent: «Die wichtigste Phrase, die ich mir auf Norwegisch merken muss: ‹Wir schwitzen. Jetzt müssen wir aufhören.›» Das konnten an diesem frühen Abend wohl alle Seelen nachvollziehen.

Aufgehört zu spielen hatten sie aber trotzdem nicht: Funk war nun angesagt. «Show me your moves, baby», lud der Frontsänger das Publikum ein. Zum Abrunden stimmten sie ein Lied im Stil von Tom Waits an. Der Tipp des Frontsängers: ein Glas Bourbon dazu.

Es folgten zwei weitere Konzerte - und viele Gäste: Irgendwann musste ein Mitarbeiter die Leute zurückhalten, damit sie sich nicht auf die bereits überquellende Terrasse quetschten. Nicht nur auf dem Gurten, auch unten ist zu wenig Platz. Oder sind es zu viele Menschen? Vielleicht.

... Metzgen

Nun zum Tipp von heute Samstag: Am Nachmittag tummeln sich noch nicht viele Menschen beim Gugus Gurte, daher kann man beispielsweise seine Hemmungen ablegen gehen; hinter einem schwarzen Vorhang in der «Hemmigs Metzgete». Jede «Metzgete» ist einmalig. Einige erzählen von Massagen an ungewohnten Körperstellen oder einem engen Paartanz. Es kann aber auch ein Gedankenexperiment geben. Lassen Sie sich überraschen – vielleicht heisst es dann: Hemmungen, ade!

Wem das zu viel ist, kann auch einfach ein erfrischendes Getränk geniessen, barfuss (bitte Schuhe ausziehen) in der mit Teppichen ausgelegten Zone, im Schatten des Tücherdachs. Kulinarischer Tipp: Falafel.

Gut zu wissen: Die Heitere Fahne setzt den Umsatz für integrative Projekte ein, sodass auch Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung dort arbeiten können. Zudem arbeiten Dutzende freiwillig am Gugus Gurte. Hier steht nicht Gewinn an erster Stelle, sondern das Füreinander und Miteinander.

Letzter Tipp: Um 15 Uhr legt die Band «dnachtaktion» los, bestehend aus drei charismatischen Jugendlichen. Sie schaffen es immer, das Publikum für sich zu gewinnen. Weitere Konzerte gibt es auch heute bis 22 Uhr unter freiem Himmel oder unter dem Dach aus Tüchern, bis die Party in das Innere der Heiteren Fahne verlegt wird, dann mit Musik vom Mischpult. Und vielleicht trägt die Musik all jene, die es zulassen, in eine andere Zeit, in der alles glänzt und glitzert.

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