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Gib dem Äffchen Karton – und es ist beschäftigt

Auch Tiere können sich langweilen. Der Tierpark Dählhölzli zeigte seinen Besuchern deshalb auf, wie der Tieralltag mit Gewürzen und Bärenglace aufgepeppt wird.

Wackeliges Gebastel: Unterschiedlich konstruierte Futterquellen sollen die Äffchen zu einer engagierten Futterbeschaffung motivieren.
Wackeliges Gebastel: Unterschiedlich konstruierte Futterquellen sollen die Äffchen zu einer engagierten Futterbeschaffung motivieren.
Urs Baumann
Auch die Schnee-Eule will beschäftigt werden.
Auch die Schnee-Eule will beschäftigt werden.
Urs Baumann
Balanceakt: Mascha und Mischa in ihrem naturnahen Gehege im Tierpark Dählhölzli.
Balanceakt: Mascha und Mischa in ihrem naturnahen Gehege im Tierpark Dählhölzli.
Urs Baumann
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Würden keine Zäune um das Waldstück stehen, würde man sich in der freien Wildbahn wähnen. Die Bärendame Mascha balanciert gekonnt auf einem Baumstamm. Ihr Ziel ist das Becken, in dem sich die Bachforellen tummeln. «Die Raubtiere sollen den Eindruck haben, in der Wildnis zu sein», erklärt Tierpfleger Stefan Steuri. Die Gefahr ist gross, dass sich Tiere im Zoo langweilen. Doch dagegen gibt es verschiedene Taktiken: Wasserfälle laden zum Plantschen ein. Steinhaufen sind zum Auseinanderrupfen gedacht, und an Bäumen können sich die Bären reiben oder kratzen. «In der Wildbahn sind die Tiere mit der Futterbeschaffung, der Partnersuche, der Witterung und der Verteidigung des Reviers beschäftigt», sagt Steuri. Im Tierpark fallen die meisten dieser Beschäftigungen weg. «Unser Ziel ist deshalb, den Tieren sinnvolle Anreize zu bieten und sie herauszufordern.»

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