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Niklaus Gfeller siegt klar

Auch in den nächsten vier Jahren bleibt Niklaus Gfeller (EVP) Gemeindepräsident. Sein Sieg gegen Lenka Kölliker (FDP) in der gestrigen Stichwahl fiel überraschend klar aus.

Bleibt für weitere vier Jahre im Amt: Worbs Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (EVP).
Bleibt für weitere vier Jahre im Amt: Worbs Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (EVP).
Urs Baumann

Starker Applaus erfüllt die Eingangshalle der Gemeindeverwaltung in Worb, als Gemeindeschreiber Christian Reusser das Resultat der Stichwahl bekannt gibt. «Stimmen haben erhalten: Gfeller Niklaus 2125, Kölliker Lenka 1633. Gewählt ist damit ­Niklaus Gfeller.» Der Herausfordererin steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Gewinner Niklaus Gfeller bleibt im Gegensatz zu seinen Freunden und Unterstützern ruhig. Nur ein leichtes Lächeln ist zu erkennen. Er habe bewusst nicht Freude gezeigt, erklärt der Wiedergewählte später. «Für jemand, der verliert, wäre dies ein zusätzlicher Stich.»

Grosser Vorsprung Am überraschendsten ist der deutliche Abstand Gfellers gegenüber Lenka Kölliker. Er erhielt 497 Stimmen mehr als sie. Und dies, obwohl Kölliker im ersten Wahlgang nur 71 Stimmen hinter ihm geblieben war. Damals hatte die Gemeinderätin schon fast wie die Siegerin ausgesehen.

Die hohe Stimmbeteiligung von 48,9 Prozent lässt erahnen, dass die Anhänger Gfellers im zweiten Wahlgang zulegten. ­Niklaus Gfeller stützte diese Vermutung gestern. Er habe von et­lichen gehört, der erste Wahlgang sei nicht so ernst genommen ­worden. «Sie stellten in Aussicht, dass sie jetzt für mich weibeln wollten.» Ansonsten meint der alte und neue Gemeindepräsident, es sei wichtig gewesen, dass es überhaupt eine Wahl gegeben habe. Und ergänzt: «Für meine Legitimation ist es gut, dass ich deutlich vorne liege.»

«SP-Stimmen zu Gfeller»

«Wir waren nahe dran», sagte Lenka Kölliker, doch Niklaus Gfeller sei klarer Favorit gewesen. «Wir wussten, dass es extrem schwierig ist, einen amtierenden Gemeindepräsidenten zu verdrängen.» Mit einem Sieg habe sie nicht rechnen können. Überrascht sei sie nach dem ersten Wahlgang gewesen, weil sie auf dem zweiten Platz knapp hinter Gfeller gelegen habe. Für sie ist klar: «Die Stimmen der SP sind nun zu ihm gegangen.» Für die Stichwahl hatten die Sozialdemokraten Gfeller unterstützt. Lenka Kölliker, die Gemeinderätin bleiben will, sah auch das Positive ihrer Kandidatur. Die FDP habe sich stark engagiert, und alle hätten am gleichen Strick gezogen. «Für unsere ­Partei hat sich der Wahlkampf ­gelohnt. Langfristig wird sich dies ausbezahlen.»

Nach Bekanntgabe des Resultats hielt Gfeller eine kurze Rede. Die Bevölkerung sei wichtiger als der Einzelne, betonte er und verwies auf den ersten Satz der Worber Verfassung. «Der Anspruch des Einzelnen muss am Anspruch der ganzen Bevölkerung gemessen werden.» Zudem mahnte er, es sei «vermessen» eine fehlerfreie Politik zu fordern. «Niemand kennt die Zukunft und die künftige Entwicklung. Deshalb kann politisches Handeln nie fehlerfrei sein.» Er sei aber ­motiviert, die Zukunft Worbs mitzugestalten, «zusammen mit den sechs Gemeinderatsmitgliedern und den 40 Personen des Parlaments». Herbert Rentsch

Resultat StichwahlGemeindeprä­sidium. Niklaus Gfeller (EVP, bisher) 2125 Stimmen; Lenka Kölliker (FDP) 1633. Stimmbeteiligung 48,9 Prozent.

SDA/chh

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