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Geschüttelt wie gerührt erfolgreich

Andy Walch ist «Barkeeper of the Year 2013». Der frischgebackene Meister des Cocktails aus Bern berichtet in einem Gespräch über seinen Werdegang, die Passion des «Barkeeping» und den «perfekten Drink».

Alexandra Graber
Den Titel «Barkeeper of the Year» gewann Andy Walch mit dem Cocktail «Golden Plum» (siehe Box).
Den Titel «Barkeeper of the Year» gewann Andy Walch mit dem Cocktail «Golden Plum» (siehe Box).
Andy Walch beim Mixen seiner neuen Kreation...
Andy Walch beim Mixen seiner neuen Kreation...
...«Royal Temptation». Mit diesem Cocktail wird er an der Schweizer Cocktailmeisterschaften 2013 antreten.
...«Royal Temptation». Mit diesem Cocktail wird er an der Schweizer Cocktailmeisterschaften 2013 antreten.
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Geschäftiges Treiben am späten Morgen in der Lobby-Lounge-Bar des Fünfsterne Hotels Schweizerhof Bern. Praktisch alle Tische sind von Gästen besetzt, die sich hier entweder zum Tee, einem frühen Lunch oder einem Geschäftsmeeting treffen. Beim Kaffeetrinken erzählt Bar-Manager Andy Walch, im schwarzen Anzug mit goldener Kravatte, seine Geschichte. Angefangen hat der «Barkeeper of the Year 2013» bereits im Teenageralter. Zu Beginn seiner Ausbildung als Hotelkaufmann erhielt er die Möglichkeit, an einer Geburtstagsfeier zu kellnern, dort konnte er dann zum ersten Mal einen Barkeeper bei seiner Arbeit beobachten. Diese Bekanntschaft prägte den gebürtigen Österreicher und er fiel alsbald den Entscheid, dass er seinen Werdegang mit schütteln und rühren bestreiten möchte.

Show inklusive

«Barkeeping» ist mehr als nur mixen der Zutaten, es ist zugleich Show. Ein guter Barman, auch Bartender, - keeper oder Mixologist genannt, muss ein Unterhalter mit schauspielerischen Fähigkeiten sein. «Sobald ich die Bar betrete, kann die Show beginnen» meint Walch. Der errungene Titel sei eine Ehrung für das ganze Bar-Team, freut sich Ausnahmetalent Walch über den kürzlich errungenen Sieg.

Die «weisse Versuchung»

Mit seinem Erfolgsdrink „White Temptation“, einer süssen Versuchung mit weissem Bacardi, verbuchte Walch 2012 an einem internationalen Wettkampf in Puerto Rico grosse Erfolge. Knapp gewann er damals nicht. „Kleinigkeiten seien bei so einem Wettbewerb der Besten der Welt entscheidend“ meint Walch, nur zwei Punkte haben zum Sieg gefehlt. Nun tritt er nächste Woche mit seiner neuen Kreation, „Royal Temptation“ an den Schweizer Cocktailmeisterschaften im Kursaal Bern gegen 29 Konkurrenten um das Ticket an die Weltmeisterschaft 2014 in Kapstadt an.

Auch ohne Alkohol

Ebenfalls erfolgreich war er im Mixen von alkoholfreien Cocktails an der Schweizer «Nullpromille Trophy 2013». Diese «Mocktails» müssen gemäss Reglement aus fünf Zutaten bestehen, 27 cl umfassen und einen attraktiven Namen tragen. Die Schwierigkeit bei dieser Gattung von Getränken besteht darin, einen Gast, der nur ein Mineralwasser möchte, zu einem alkoholfreien Cocktail zu animieren.

Der «perfekte Drink»

Der «perfekte Drink» ist für Walch ein künstlerisches Schaffen aus einer Balance von süss und sauer und einem angepassten Alkoholgehalt: weder zu schwach, noch zu stark. Grundsätzlich besteht ein perfekter Drink aus einem optimalen Zusammenspiel der Zutaten, wahlweise gepaart mit einer passenden Spirituose. Gute Qualität der Ingredienzen seien dabei aber Voraussetzung für ein unvergessliches Trinkerlebnis. «Cocktailmixen ist zweifellos Talentsache», die Technik ist erlernbar, aber der Feinschliff um dem Gast Gaumenfreuden zu bereiten ist künstlerisches Geschick.

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