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Gemeinderat unterstützt Hanfinitiative

Der Gemeinderat der Stadt Bern empfiehlt ein Ja zur Hanfinitiative, welche am 30. November vors Schweizervolk kommt. Ebenfalls Ja sagt die Stadtregierung zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes.

Beim Hanf führe eine reine Verbotspolitik zu mehr Kriminalität und weniger Kontrolle. Sie verhindere den problematischen Konsum von Cannabis nicht, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Er stütze seine Ansicht auf wissenschaftliche Studien, wonach der Konsum von Cannabis nicht schädlicher sei als Alkohol- und Tabakkonsum.

Die Entkriminalisierung des Cannabiskonsums und -verkaufs mache ausserdem den Weg frei für Jugendschutzmassnahmen. Damit könne der Vermischung von harten und weichen Drogen entgegengewirkt werden.

Die Revision des Betäubungsmittelgesetzes befürwortet die Stadtregierung, weil so ihre bewährte Vier-Säulen-Drogenpolitik fortgesetzt werden könne. Ein Nein hätte zur Folge, dass die heroingestützte Behandlung 2009 eingestellt werden müsste.

Auch würden die so genannten Substitutionsbehandlungen mit Methadon sowie die Angebote der Schadensminderung - Kontakt- und Anlaufstellen - «mindestens in Frage gestellt», so der Berner Gemeinderat. Bei einem Nein drohe ein Rückfall in die Zeiten der offenen Drogenszenen.

SDA

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