Gemeinderat sieht weiter keine Chance für zweite Tramachse

Bern

Der Berner Gemeinderat hält eine zweite Tramachse durch die Innenstadt weiterhin für wünschenswert, aber vorderhand nicht realisierbar.

Die zweite Tramachse hätte die Innenstadt von Trams und Bussen entlasten sollen.

Die zweite Tramachse hätte die Innenstadt von Trams und Bussen entlasten sollen.

(Bild: Stafan Anderegg)

Der Gemeinderat hält eine zweite Tramachse durch die Innenstadt weiterhin für wünschenswert, aber vorderhand nicht realisierbar. Deshalb empfiehlt er eine Motion der BDP/CVP-Fraktion zur Ablehnung, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Antwort hervorgeht.

Ohne Tram Region Bern helfe der Kanton die Projektierung der zweiten Tramachse nicht mitfinanzieren, schreibt der Gemeinderat. Die Stadt Bern müsste die ganzen Kosten allein übernehmen. Allein das Vorprojekt würde drei Millionen Franken verschlingen, ohne dass Gewähr auf Realisierung durch Bund und Kanton bestünde.

Zweite Tramachse auf Eis

Seit Jahren diskutiert man in Bern über eine zweite Tramachse, die den Tramverkehr in den Hauptgassen reduzieren soll. Die Pläne erhielten Aufschwung durch das Projekt einer Tramlinie zwischen Ostermundigen, Bern und Köniz. Doch im September 2014 lehnte das Volk in den beiden Agglomerationsgemeinden das Tram Region Bern ab.

Damit wurde auch das Projekt einer zweiten Tramachse auf Eis gelegt - zum Leidwesen der Berner BDP/CVP-Fraktion. Für sie gibt es genug Gründe, das Projekt doch zu realisieren. Der Gemeinderat hingegen findet, ohne Erweiterung des Tramnetzes seien Partner wie Bund, Kanton und Regionalkonferenz nicht für die zweite Achse zu erwärmen.

Der Gemeinderat lehnt auch eine Motion ab, mit der Politiker von GPB-DA, SVP, FDP und PdA eine schnelle Realisierung von Direktkursen nach Ostermundigen und Köniz fordern. Für Direktkurse gebe es gar keine leistungsfähigen Strassenkorridore, und ausserdem würde die Berner Bevölkerung benachteiligt, schreibt der Gemeinderat und bekräftigt damit seine bisherige Haltung.

cla/sda

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