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Geheimnisvoller Nordkoreaner hatte kaum Kontakte im Quartier

Der nordkoreanische Junge, welcher der Sohn von Diktator Kim Jong-il sein könnte, wohnte an der Kirchstrasse in Köniz. Die Nordkoreaner hätten dort extrem zurückgezogen gelebt, erinnert sich ein ehemaliger Nachbar.

Er war 14 Jahre alt, als er Mitte der 90er-Jahre mit seinen Eltern an die Kirchstrasse 12 im Liebefeld zog. Noch heute erinnert sich der inzwischen 30-Jährige gut an die nordkoreanischen Nachbarn, die er dort hatte. Möglicherweise hat unter diesen auch Kim Jong Un, Sohn des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il , gelebt und ist im Steinhölzlischulhaus zur Schule gegangen (wir berichteten). «Wir wussten im Quartier, dass in diesem Haus Personal der nordkoreanischen Botschaft wohnt», erzählt der ehemalige Nachbar, der anonym bleiben will.«Rollläden immer unten»«Diese Leute lebten extrem zurückgezogen.» Die Rollläden seien immer unten gewesen. Das ganze Haus sei in nordkoreanischer Hand gewesen. Mehrere Familien hätten vermutlich dort gelebt, doch jeglichen Kontakt zum Quartier vermieden. «Man hat sich erzählt, dass sie sogar alles Essen einfliegen.» Denn die Bastelräume des Hauses seien mit Tiefkühltruhen überstellt gewesen.«Nie zusammen gespielt»Auf dem Vorplatz hätten die Kinder unter Aufsicht von Erwachsenen manchmal Fussball gespielt oder seien mit einem Basketball herumgelaufen, erinnert sich der Exnachbar. «Aber mit diesen Kindern gespielt hat man nie.» Vielleicht ein-, zweimal habe die Chance auf einen kurzen Wortwechsel bestanden, doch das sei schon an der Sprache gescheitert. «Wir merkten, dass diese Leute kein Deutsch können.»Die Nachbarschaft habe von den Koreanern nicht viel mitbekommen, doch es habe Wechsel gegeben. «Es waren immer wieder neue Familien in den Wohnungen.» Plötzlich seien die Wohnungen dann leer gestanden. «Dies muss zirka 2003 gewesen sein», erinnert sich der Exnachbar. «Zuerst dachten wir, dass wieder neue Leute kommen werden, dies war aber nicht der Fall.» Zwei bis drei Jahre sei dann mit dem Gebäude nichts weiter passiert. Dann seien die Wohnungen verkauft worden.

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