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Gegner der Viererfeld-Überbauung formieren sich

In Bern formiert sich der Widerstand gegen die Pläne der Stadt, das Viererfeld für eine Grosssiedlung freizugeben. Am Mittwochabend haben die Gegner den Verein «Viererfeld Nature 2.0» gegründet.

«Ein Generationenprojekt»: Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Finanzdirektor Alexandre Schmidt informierten gestern die Medien über die geplante Viererfeld-Überbauung.  Die Vorlagen sind spruchreif, am 28. Februar entscheidet das Stimmvolk.
«Ein Generationenprojekt»: Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Finanzdirektor Alexandre Schmidt informierten gestern die Medien über die geplante Viererfeld-Überbauung. Die Vorlagen sind spruchreif, am 28. Februar entscheidet das Stimmvolk.
Iris Andermatt
Das plant die Stadt
Das plant die Stadt
Stadtpräsident Alexander Tschäppät will das Projekt jetzt aufgleisen.
Stadtpräsident Alexander Tschäppät will das Projekt jetzt aufgleisen.
Iris Andermatt
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Vorstandsmitglied Peter Camenzind sagte nach der nicht öffentlichen Veranstaltung auf Anfrage, mehrere Dutzend Personen hätten an der Vereinsgründung teilgenommen. Es sei ein fünfköpfiger Vorstand gewählt worden, der sich nun selber konstituiere. Auch die Revisoren sind schon gewählt.

Der Verein wartet nun zuerst einmal ab, wie die Mitwirkung ausgefallen ist, welche die Stadt zwischen Mitte November und Mitte Dezember zur Änderung des Zonenplans durchgeführt hat. Noch hat die Stadt nichts zu den Ergebnissen gesagt. Diese Zonenplanänderung ist die Voraussetzung dafür, dass auf dem Viererfeld überhaupt gebaut werden kann.

Camenzind sagte weiter, danach solle Stadtpräsident Alexander Tschäppät «die Karten auf den Tisch legen» und «Farbe bekennen». Schon klar ist aber ihm zufolge für den Verein, dass dieser eine Kampagne führen wird, wenn die Stadt bei ihren Absichten bleibt und es damit zu einer Volksabstimmung über die Zonenplanänderung kommt.

Stadtvertreter sagten im vergangenen November bei der Vorstellung der Zonenplanänderung, die Stadtverwaltung würde die Abstimmung gern im November 2014 durchführen.

Der Verein hat auch schon eine Internetseite aufgebaut. Das «2.0» im Vereinsnamen soll laut Camenzind einerseits ausdrücken, dass der Verein multimedial und webbasiert vorgehen will. Anderseits wolle er einen zweiten Sieg gegen die Stadt erzielen.

2004 scheiterte Überbauung am Widerstand

Camenzind spielt mit dieser Aussage auf die Geschichte des Viererfelds an. Die Stadt Bern wollte diese landwirtschaftliche Fläche zwischen Innerer und Äusserer Enge schon einmal überbauen, scheiterte damit aber 2004 relativ knapp an der Urne.

2010 entschied sich die Stadt, einen zweiten Anlauf zu nehmen und legte im vergangenen Jahr Parteien und Organisationen Projektideen vor. Diese kamen nach Angaben der Stadt recht gut an.

Nach der Auswertung der Rückmeldungen zu diesen Testplanungen entschied sich der Berner Gemeinderat, mit einem Konzept namens «Stadt am Wald» weiterzuplanen. Dieses Konzept sieht eine Siedlung für rund 3000 Menschen vor. Der westliche Teil des Viererfelds soll unüberbaut bleiben.

SDA/tag

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