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Geburtshilfe-Befürworter reden von Lug und Trug

Die Bedürfnisse des Inselspitals bilden die einzige Messlatte für Entscheide über die Existenz von Geburtenabteilungen, schreibt Pro Geburtshilfe Riggisberg.

Die Geburtsabteilung des Spitals Riggisberg wird Ende Juli geschlossen werden.
Die Geburtsabteilung des Spitals Riggisberg wird Ende Juli geschlossen werden.
Christian Pfander
Seit dies bekannt wurde, regte sich der Widerstand in der Belegschaft, aber auch in der Bevölkerung.
Seit dies bekannt wurde, regte sich der Widerstand in der Belegschaft, aber auch in der Bevölkerung.
Urs Baumann
Darunter auch Gemeindepräsident Ruedi Flückiger aus Schwarzenburg (Bildmitte rechts).
Darunter auch Gemeindepräsident Ruedi Flückiger aus Schwarzenburg (Bildmitte rechts).
Iris Andermatt
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Die Befürworter der Geburtshilfe am Spital Riggisberg reagieren konsterniert nach den Aussagen des Verwaltungsrates der Spitalnetz Bern AG und des Berner Inselspitals. Dieser hatte vor den Medien dargelegt, er halte an der geplanten Schliessung der Riggisberger Geburtshilfe fest – auch dann, wenn der Kanton zusätzliches Geld zur Verfügung stellen würde. Es sei nun klar, dass der Verwaltungsrat die Geburtshilfe in Riggisberg «um jeden Preis zerstören» wolle, schreibt Pro Geburtshilfe Riggisberg in einer Medienmitteilung.

Die Andeutungen von Verwaltungsräten in den Medien sowie in Gesprächen, wonach die Geburtshilfe Riggisberg verlegt werden könnte, entpuppten sich als «Lug und Trug», heisst es weiter. Mit den jüngsten Aussagen habe das Versteckspiel aber nun ein Ende.

Wahlfreiheit für natürliche Geburten

Die Befürworter des Standorts Riggisberg ziehen den Schluss, die Bedürfnisse der universitären Zentrumsklinik werde «zur einzigen Messlatte für alle Entscheide». Seit Jahren versuche diese Klinik, ihre Ansichten in Sachen Geburtshilfe und Geburtsmedizin «als allein gültigen Standard im Kanton Bern durchzusetzen». Vermutetes Ziel von Pro Geburtshilfe: Geburtenabteilungen, die den Frauen die Wahlfreiheit auf eine natürliche Geburt auch bei komplexen Geburtssituationen lassen – bei Steisslagen, Zwillingsgeburten oder nach einem Kaiserschnitt – sollten «vernichtet werden».

Durch fachärztliche Organisationen werde überdies versucht, Beckenendlagen (die genannten komplexen Geburtssituationen) als geburtsunmöglich zu deklarieren, obwohl die Erfahrungen an der Geburtenabteilung Riggisberg das Gegenteil zeigten. Frauen wäre es in diesen Fällen unmöglich, eine natürliche Geburt zu versuchen.

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