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Gampelen ist nicht bereit, Hand zu bieten

Nach dem Nein zum Transitplatz für ausländische Fahrende in Meinisberg regt sich in Gampelen bereits Widerstand gegen eine neue Prüfung des Standorts.

Ein neues Plakat:?Die Meinisberger Transitplatz-Gegner bedanken sich nach der Kreditrückweisung durch den Grossen Rat.
Ein neues Plakat:?Die Meinisberger Transitplatz-Gegner bedanken sich nach der Kreditrückweisung durch den Grossen Rat.
Reto Probst/BT

Gemeindedirektor Christoph Neuhaus (SVP) muss sich nach dem Entscheid des Grossen Rates erneut auf die Suche nach einem Transitplatz für ausländische Fahrende machen (wir berichteten). Und er kündigte bereits an, dass er Meinisberg noch nicht ganz aufgegeben habe und zudem den Standort Gampelen gemäss dem parlamentarischen Auftrag genauer unter die Lupe nehmen werde.

Dem kann Peter Dietrich (SVP), Gemeindepräsident von Gampelen, nicht viel abgewinnen. «Die Stimmung in der Bevölkerung würde überkochen, wenn der Kanton mit einem Transitplatz in Gampelen plant», sagt er. Die Stimmung sei bereits seit dem vergangenen Mai angespannt, sagt Dietrich. Damals liessen sich gleich mehrere grosse Gruppen ausländischer Fahrender zeitgleich in Gampelen, rund um den Platanenhof, nieder. «Die Planung eines fixen Transitplatzes würde nun das Fass zum Überlaufen bringen.» Dietrich sagt zudem, dass ein Transitplatz in Gampelen eine Scheinlösung wäre, «die Probleme mit den Fahrenden des Kantons Bern würden dadurch sicher nicht gelöst».

«Die Planung eines fixen Transitplatzes würde nun das Fass zum Überlaufen bringen.»

Peter Dietrich, Gemeindepräsident von Gampelen

Um herauszufinden, ob ein Standort für ausländische Fahrende überhaupt funktioniert, bevorzugt Dietrich eine provisorische Lösung, «begrenzt auf zwei Jahre», anstatt Millionen auszugeben. Dadurch würde auch die Bereitschaft, mitzuhelfen, bei den Gemeinden steigen, ist Dietrich überzeugt.

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