Solidaritäts-Demo verläuft ruhig

Bern

Für Samstag rief die Revolutionäre Jugend Bern zu einer Solidaritäts-Demo für «die Verhafteten und Verletzten von Hamburg» auf. Gegen 100 Personen sind dem Aufruf gefolgt.

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Nach den wüsten Ausschreitungen rund um den G-20-Gipfel in Hamburg hat die Revolutionäre Jugend Bern (RGB) für Samstagnachmittag zu einer Solidaritätsdemonstration mit den verhafteten und verletzten Demonstrantinnen und Demonstranten von Hamburg aufgerufen.

Um 14 Uhr versammelte sich eine überschaubare Gruppe von gegen 100 Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmern auf dem Bahnhofplatz, von wo aus sie durch die Innenstadt zum Kornhausplatz und zurück zum Bahnhofplatz zogen. Die Kundgebung verlief friedlich. «Unsere Solidarität gegen ihre Repression» stand auf einem Transparent an der Spitze des Umzugs, «Pfefferspray für Friedliche?» auf einem anderen.

Polizei zeigt Präsenz

Die Berner Polizei markierte Präsenz in der Innenstadt. Schon vor Beginn der Kundgebung kontrollierte sie einzelne Personen rund um den Bahnhof. Der sichtbare Teil des Polizeiaufgebots lässt darauf schliessen, dass insgesamt mehr Polizisten als Demonstranten im Einsatz standen.

Der Umzug endete nach gut einer Stunde vor der Reitschule. Auch Stadtpräsident Alec von Graffenried, der offenbar einen Augenschein nehmen wollte, wurde während die Demo lief am Bahnhof gesehen.

Video: Demonstrationszug zieht durch Bern

Schwere Ausschreitungen in Hamburg

Bei den Ausschreitungen in Hamburg waren zahlreiche Menschen verletzt worden, darunter 476 Polizistinnen und Polizisten. Weil 186 Demonstranten – darunter auch welche aus der Schweiz – verhaftet wurden, beanspruchen die Linksextremen die Opferrolle nun dennoch für sich.

Dass diese Demo in Bern stattfand, ist indes keine Überraschung. Die Reitschule hatte im Vorfeld des Gipfels kräftig für die Teilnahme an den Demonstrationen mobilisiert. So wurden Tickets für einen Sonderzug nach Hamburg verkauft, auf dem Dach prangten tagelang Gewaltparolen und der Betrieb der Reitschule wurde während des G20-Gipfels extra eingestellt.

qsc/nik

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