Fussballturnier auf dem Bundesplatz mit Stéphane Chapuisat

Bern

Am diesjährigen Flüchtlingstag fand auf dem Berner Bundesplatz ein Strassenfussballturnier statt. Prominente wie Stéphane Chapuisat und Carlos Lima spielten mit jugendlichen Flüchtlingen Fussball.

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Fussball verbindet: im Rahmen des diesjährigen Flüchtlingstags haben sich am Samstag Flüchtlinge und Prominente auf dem Berner Bundesplatz zu einem Strassenfussball-Turnier getroffen.

Unterstützung erhielten die begeisterten «Kicker» unter anderem vom Schweizer Ex-Fussballprofi Stéphane Chapuisat, von Mountainbike-Weltmeister Christoph Sauser und dem ehemaligen Handballer Carlos Lima. Zu gewinnen gab es, von der Swiss Football League SFL gesponserte, Match-Tickets für die Super League. Gerade für junge Menschen, die in die Schweiz geflüchtet sind, sei Sport - insbesondere Fussball - eine wichtige Gelegenheit, um sich spielerisch zu integrieren.

Die traditionellen Träger der Schweizer Flüchtlingstage - dazu gehört etwa die Schweizerische Flüchtlingshilfe - haben sich im Jahr der Fussball Europameisterschaft darum mit sportlichen Partnern vernetzt. Mit an Bord des Projekts sind die Swiss Football League und mehrere Profi-Fussballclubs.

Entstanden ist eine Projektwoche, die Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen die Integration erleichtern soll. Den Auftakt dazu bildete das Strassenfussballturnier vor dem Bundeshaus in Bern.

«Nur Gewinner»

«In diesem Turnier gibt es nur Gewinner. Von der Integration im Fussball profitieren die Flüchtlinge und die Klubs», zeigte sich Miriam Behrens, Direktorin der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH), überzeugt. Für Behrens war der Anlass auf dem Bundesplatz ein Zeichen zur richtigen Zeit, denn eine rasche Integration der Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen sei ein Gebot der Stunde. Sport im Allgemeinen und der Fussball im besonderen spiele dabei eine ganz wichtige Rolle, weil dadurch der Kontakt unter verschiedenen Kulturen spielerisch erleichtert wird.

«Das Engagement der Fussballclubs führt zu Begegnungen, die den Flüchtlingen und der Schweizer Gesellschaft Vorteile bringen, betonte auch Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration (SEM).

«Das ist ganz im Sinne des olympischen Geistes», freut sich Anja Klug, Leiterin des UNHCR Büros für die Schweiz und Liechtenstein. «Wie bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Rio werden Flüchtlinge aktiv in das Sportgeschehen einbezogen.»

Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, unterstrich die schon fast klassische Rolle des Fussballs als Motor der Integration. «Es genügt, sich die besten Profi-Teams anzuschauen, um sich des Wertes einer erfolgreichen Integration bewusst zu werden», sagte Schäfer.

Seit 36 Jahren

Der nationale Flüchtlingstag wurde 1981 von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen. Die UNO-Generalversammlung erklärte den 20. Juni zum internationalen Gedenktag für Flüchtlinge.

2016 stiessen im Zeichen der Uefa Euro in Frankreich die Swiss Football League SFL und die Laureus Stiftung dazu. Im Oktober werden verschiedene Profi-Clubs mit eigenen Projektwochen das Thema Integration vertiefen.

Das Fest auf dem Berner Bundesplatz wurde umrahmt von Konzerten und Kulinarischem aus aller Welt. Verschiedene Organisationen waren mit Informationsständen vor Ort.

tag/sda

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