Die seltsamen Kandidaten der SVP

Bern

Stefan Hofer ist nicht der einzige umstrittene Kandidat der Stadtberner SVP.

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Die Gemeinderatsliste der SVP für die Stadtberner Gemeinderatswahlen kann man höflich ausgedrückt als «bunt» bezeichnen. Darauf stehen nach dem Rückzug von Stefan Hofer noch Parteipräsident Rudolf Friedli, Neu-Nationalrat Erich Hess, Alt-Rocker Jimy Hofer und Tierparkdirektor Bernd Schildger. Letzterer trat kurz vor der Nominierung überhaupt erst der Partei bei. Schildger kokettierte schon vor vier Jahren mit einer Gemeinderatskandidatur, zog sich aber dann in letzter Minute zurück.

Wenig Konstanz verheisst auch Kandidat Jimy Hofer. Der Broncos-Boss wollte 2008 noch Stadtpräsident werden, trat Anfang 2012 nach nur drei Jahren im Stadtrat zurück und verlegte seinen Hauptwohnsitz nach Wiggiswil. Nun will Hofer doch wieder. Kurz nach seiner Nominierung plädierte er für eine gemeinsame Liste mit den Freisinnigen, obschon die SVP-Parteileitung und -Basis den Alleingang längst beschlossen hatten. Ein Widerspruch? Nicht für Hofer. Er sei schliesslich parteilos.

Auch mit der Auswahl von Kandidatinnen hat die SVP Stadt Bern kein besseres Händchen. 2012 nominierte sie Sylvia ­Lafranchi als Gemeinderätin, die nach einigem Hin und Her gar aus der Partei austrat.Sie sagte, sie sei vom Vorstand gar nie richtig angefragt worden.

Berner Zeitung

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