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Für einen Blick hinter die Kulissen wartete man lange

Das am Sonntag eröffnete Haus der Religionen in Bern stiess bei der Bevölkerung auf grosses Interesse. Dies führte zu langen Wartezeiten und vollen Räumen.

Am Sonntag wurde das Haus der Religionen am Europaplatz in Bern eröffnet.
Am Sonntag wurde das Haus der Religionen am Europaplatz in Bern eröffnet.
Keystone
Der Andrang war gross.
Der Andrang war gross.
Enrique Muñoz García
Buddhisten beten im Haus der Religionen. Die jüdische, christliche, islamische, buddhistische und hinduistische Glaubenstradition wird im Haus der Religionen repraesentiert.
Buddhisten beten im Haus der Religionen. Die jüdische, christliche, islamische, buddhistische und hinduistische Glaubenstradition wird im Haus der Religionen repraesentiert.
Keystone
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Wer einen Sitzplatz ergattern wollte, musste sich am Sonntag beeilen. Hunderte Besucher warteten vor dem Gebäude, im Dialogbereich und im oberen Geschoss auf den Beginn der Eröffnungsfeier. Das Haus der Religionen platzte aus allen Nähten. Ein letztes Mal wurden die Teppiche in der Moschee zurechtgerückt, die Buddhastatue poliert und frische Räucherstäbchen im Hindutempel angezündet.

Über fünfzehn Jahre lang mussten die Verantwortlichen des Projekts und die Vertreter der Religionsgemeinschaften auf diese Feier warten. Nun waren sie auf einer Bühne versammelt.

Aleviten, Buddhisten, Christen, Hindus, Muslime – diese fünf Religionsgemeinschaften bezogen am Sonntag offiziell ihre Sakralräume. Auch die Juden, Bahai und Sikhs machen beim «Dialog der Kulturen» mit, jedoch ohne einen eigenen Raum einzurichten. Ein solches Gebäude, welches gleich acht Religionsgemeinschaften vereint, ist weltweit einzigartig.

Lange Wartezeiten

Nach der Eröffnung strömten die Besucher zu Tausenden in das Gebäude, um sich ein eigenes Bild davon zu machen. Weil sich aus Sicherheitsgründen nicht mehr als 2000 Personen gleichzeitig im Inneren aufhalten durften, bildeten sich beim Eingang lange Schlangen. Weit über eine Stunde musste sich mancher Besucher bis zum Einlass gedulden. Wer drin war, konnte sich in allen fünf Sakralräumen umsehen.

In der Moschee verfolgten die Besucher beispielsweise das Mittagsgebet. «Das Wissen über andere Religionen trägt zu Akzeptanz und Toleranz bei. Und das schafft Vertrauen», sagte Mustafa Memeti, Imam des Muslimischen Vereins Bern.

Ansturm auf das Buffet

Im Hindutempel bestaunten die Besucher handgefertigte Statuen. Auch die Kinder hatten Spass: «Mir gefielen vor allem die Tänzerinnen», sagte Julie Reichenau (8). «Und mir die lustigen Figuren», fügte ihr Bruder Timo (6) hinzu. Einige Besucher waren erstaunt, in der Kirche im Obergeschoss kein Kreuz vorzufinden.

«Anstelle dessen kommt demnächst eine Ikonostase der äthiopisch-orthodoxen Kirche», erklärte Pfarrer Frieder Vollprecht vom Verein «Kirche im Haus der Religionen». Ein weiteres Highlight war der helle Raum der Aleviten mit seiner Feuerschale.

Lange Schlangen bildeten sich auch vor dem Raum der Buddhisten, wo eine Buddhastatue enthüllt wurde – und vor dem Buffet. Drei Tage lang hatten die Mitarbeiter des Restaurants Vanakam die Speisen vorbereitet. Diese schienen zu schmecken: religionsübergreifend.

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