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Für eine Sans-Papiers riskiert sie einen Konflikt mit dem Gesetz

Wer eine Person ohne gültige Aufenthaltsbewilligung bei sich wohnen lässt, muss mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen. Die Geschichte einer Frau, die dieses Risiko in Kauf nimmt – aus Solidarität mit einer jungen Tibeterin.

Edith Krähenbühl
Seit Karin Meier (links) eine junge Sans-Papiers beherbergt, ist auch sie froh um die Rechtsberatung von Marianne Kilchenmann.
Seit Karin Meier (links) eine junge Sans-Papiers beherbergt, ist auch sie froh um die Rechtsberatung von Marianne Kilchenmann.
Raphael Moser

Sie zieht die Kapuze tiefer ins Gesicht und wendet sich ab. «Geht es so?», fragt sie den Fotografen. Der macht ein Bild, betrachtet es und sagt: «Ja, so sind Sie nicht zu erkennen.» Die Frau, die fragt, sie soll hier Karin Meier heissen, sitzt im Büro der Beratungsstelle für Sans-Papiers in Bern.

Mit der Kapuze schützt sie nicht nur sich selbst, sondern auch Tashi. Die junge Frau wohnt bei ihr, irgendwo im Kanton Bern. Wegen Tashi – auch sie heisst eigentlich anders – muss in dieser Geschichte vieles offenbleiben. Sie ist beim Gespräch nicht dabei, denn sie lebt ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz – als sogenannte Sans-Papiers.

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