Für die Polizei war es eine lange Nacht

Bern

Auch Stunden nach dem Spiel YB gegen Feyenoord Rotterdam war die Polizei mit einem Grossaufgebot in der Stadt präsent. Es wurden weitere holländische Fans angehalten.

  • loading indicator

Nach dem Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und Feyenoord Rotterdam ist es am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag in Bern zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen. Das teilt die Kantonspolizei am Freitagvormittag mit. In der Folge wurden weitere 16 Personen angehalten, zudem wurden Personenkontrollen durchgeführt. Die Angehaltenen müssen mit Anzeigen rechnen.

Die Kapo stand nach dem Europa-League-Spiel bis in die die frühen Morgenstunden mit einem Grossaufgebot in der Stadt Bern im Einsatz. Während sich die Situation kurz nach dem Spiel zunächst noch ruhig präsentiert habe, hätten später verschiedene Personengruppen im Breitenrain-Quartier und in der Innenstadt immer wieder die Konfrontation mit Anhängern der jeweils gegnerischen Mannschaft gesucht. Es kam dabei zu Auseinandersetzungen und Scharmützeln. Zwei Mitarbeitende des Dialogteams wurden dabei von Flaschenwürfen getroffen, wie die Kapo in ihrer Mitteilung schreibt. Sie mussten sich allerdings nicht in Spitalpflege begeben.

Im Zuge der Auseinandersetzungen nach dem Spiel wurden insgesamt zwölf Personen angehalten und in Polizeiräumlichkeiten gebracht. Sie konnten diese nach weiteren Abklärungen, gleich wie auch die vor dem Spiel angehaltenen 29 Männer und vier Jugendlichen, im Verlaufe der Nacht wieder verlassen.

Zusätzliche vier Personen wurden nach einer weiteren Meldung zu einer Auseinandersetzung im Bereich Marzili angehalten. In diesem Zusammenhang wurde eine Person zur Kontrolle ins Spital gebracht. Die Angehaltenen, offenbar mehrheitlich Feyenoord-Anhänger, müssen unter anderem mit Anzeigen wegen Verstössen gegen das Waffengesetz und wegen Landfriedensbruch rechnen.

Weitere Abklärungen sind gemäss der Polizei im Gang. In der Innenstadt wurden zudem die ganze Nacht über mehrere Personenkontrollen durchgeführt. In den frühen Morgenstunden des Freitags habe sich die Situation allmählich beruhigt. Allerdings musste die Polizei nach Meldungen zu Nachtruhestörungen und Sachbeschädigungen an verschiedenen Örtlichkeiten noch mehrfach ausrücken.

pkb/bey

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt