Francine Jordi kämpfte gegen den Brustkrebs

Die modische Kurzhaarfrisur verwirrte, doch das typische Lächeln machte alles klar: Über den «Blick» liess Francine Jordi am Mittwoch die Schweiz wissen, dass sie Brustkrebs hatte.

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An dieses Bild müssen sich ihre Fans wohl noch gewöhnen und an die Botschaft dahinter erst recht. Mit ungewöhnlich kurzem Haarschnitt zeigte sich Francine Jordi gestern den «Blick»-Lesern, und die Überschrift liess von vornherein nichts Gutes erahnen. «Ich will mich wieder ohne Perücke bewegen können», liess sich die 40-jährige Sängerin zitieren, die vor über 20 Jahren von Richigen aus die Welt des volkstümlichen Schlagers eroberte.

Richtig. Francine Jordi hat schwere Zeiten hinter sich – wie so viele Frauen in ihrem Alter. Im letzten Mai diagnostizierten die Ärzte bei ihr Brustkrebs. Es folgten die Operation und eine mehrmonatige Chemo mit anschliessende Bestrahlungstherapie. Der Tumor sei komplett entfernt worden, erfuhr die Leserschaft des Boulevardblatts und: Mittlerweile habe sich der Körper voll und ganz erholt.

Mit gewohnter Leichtigkeit

Die Fans bekamen von all den Strapazen nichts mit. Einverstanden, wer Francine Jordi in dieser Zeit am Fernsehen sah, wird sich nun höchstens in seinem vagen Gefühl bestärkt wissen, dass an ihrer Frisur irgend­etwas nicht stimmen konnte. Tatsächlich musste die Sängerin ­länger eine Perücke tragen. Ob all der Behandlungen waren ihr die Haare ausgefallen.

Sonst aber liess sie sich rein gar nichts anmerken, wenn sie im Rampenlicht stand. Sie trat mit einem Lied live in der Fernsehshow von Carmen Nebel auf. Lud 200 ihrer Fans zum kleinen Konzert auf die Schynige Platte ein, wo sie prompt in die Falle der «Versteckten Kamera» tappte.

Scharwänzelte im Silvesterstadl mit gewohnter Leichtigkeit um Co-Moderator Jörg ­Pilawa – stets ihr ansteckendes Lachen auf den Lippen, mit dem sie die Leute für sich einzunehmen pflegt.

«Unglaublich viel Kraft»

Sie habe alle bereits fixierten Termine wahrnehmen können, sagte Francine Jordi weiter zu «Blick». Jeder Auftritt und jeder Kontakt mit dem Publikum habe ihr «unglaublich viel Kraft gegeben», sie «durch diese Zeit getragen».

Für ein Gespräch mit dieser Zeitung war sie gestern, am Tag eins nach dem Schritt an die Öffentlichkeit, nicht zu haben: Das mache sie nicht, liess ihr Manager kurz und knapp verlauten. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.04.2018, 12:16 Uhr

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