Fondue steht hoch im Kurs

Bern

Noch 26-mal schlafen bis Heiligabend: Die Kleine Schanze hat sich bereits jetzt in ein Weihnachtswunderland verwandelt – inklusive Fonduechalet.

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Markus Ehinger@ehiBE

Kaum sind die Stände des Zibelemärit verschwunden, werden auf dem Waisenhaus- und Münsterplatz die traditionellen Weihnachtsmärkte aufgebaut. In diesem Jahr kommt mit dem Sternenmarkt auf der Kleinen Schanze noch mehr Weihnachtsstimmung auf.

«Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern mit dem detailreichen Markt ein Gesamterlebnis bieten», sagt Tom Weingart, der zusammen mit Markus Arnold den Sternenmarkt erstmals durchführt. Bei ihrem Märit handle es sich nicht um einen klassischen Weihnachtsmarkt.

Das Thema Essen hat einen hohen Stellenwert: Rund 25 der 60 Hütten stehen im Zeichen der Gastronomie. Weingart als Gastrounternehmer und Arnold als Sternekoch haben sich in Bern einen Namen gemacht mit ihren Pop-up-Lokalen, etwa Mr. Mori und Brother Frank. Markus Arnold führt daneben auch während der Weihnachtszeit weiterhin das Restaurant Steinhalle.

Viel Liebe zum Detail

Am Donnerst um 18 Uhr wird der Weihnachtsbaum illuminiert. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Am Dienstag wurde noch an allen Ecken gehämmert, gebohrt und gesägt. Viel Holz wird hier verbaut. Und dekoriert mit viel Liebe zum Detail. Dafür verantwortlich ist Sara Weingart. Tom Weingarts Schwester arbeitet sonst beim Film als Ausstatterin.

Für die Dekoration des Gstaader Fonduechalets hat sie Brockenstuben in der halben Schweiz abgeklappert. «Das ganze Material wird nach dem Sternenmarkt eingelagert», erklärt Tom Weingart. Damit ist auch schon klar, dass Weingart und Arnold den Sternenmarkt auch im nächsten Jahr gerne wieder durchführen möchten.

Intensive Aufbauphase

Die letzten zehn Tage verbrachte Tom Weingart praktisch Tag und Nacht auf der Kleinen Schanze – ja, er hat tatsächlich in der Nacht auf auf Dienstag in der Fonduehütte geschlafen. Im Vergleich zu früheren Pop-up-Projekten sei die Logistik beim Sternenmarkt die grösste Herausforderung. «Wir bespielen nicht nur einen einzelnen Raum, sondern einen ganzen Park», sagt Weingart.

Damit er beim Aufbau mitanpacken kann, hat er extra die Gabelstaplerprüfung gemacht. Und am letzten Freitag habe er auf dem weitläufigen Gelände an einem Tag insgesamt 19,8 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Es scheint sich zu lohnen. Passanten seien schon jetzt begeistert von der weihnächtlichen Beleuchtung.

Der Sternenmarkt kommt ohne öffentliches Geld aus. «Wir finanzieren uns unter anderem durch die Hüttenmieten, das Fonduechalet und den Barbetrieb», sagt Weingart.

Käsige Konkurrenz

Das Gstaader Fonduechalet des Sternenmarkts ist nur eines von zahlreichen Fondue- und Racletteangeboten in diesem Winter in der Stadt Bern. Auch im Schwellenmätteli, auf der Grossen Schanze, auf dem Kornhausplatz, auf der Schützenmatte, demnächst im Eisbahnbeizli auf dem Bundesplatz und an anderen Orten steht der geschmolzene Käse hoch im Kurs.

Dass es in diesem Winter so viele Fondueangebote gibt, überrascht auch Tom Weingart. Er nimmts aber sportlich: «Das spornt uns an, unsere Sache noch besser zu machen. Und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.»

Berner Zeitung

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