Flut von Einsprachen gegen städtischen Jugendclub

Gegen den von der Stadt Bern geplanten Jugendclub Tankere an der Nägeligasse sind mindestens 20 Einsprachen eingegangen. Hauptgrund: der Lärm.

Hier soll Freiraum für die Berner Jugend entstehen. Doch gegen die Pläne, in den alten Räumen der Sanitätspolizei einen Club zu etablieren, laufen Anwohner Sturm.

Hier soll Freiraum für die Berner Jugend entstehen. Doch gegen die Pläne, in den alten Räumen der Sanitätspolizei einen Club zu etablieren, laufen Anwohner Sturm.

(Bild: Susanne Keller)

Das Jugendlokal Tankere, vorgesehen in den ehemaligen Räumen der Sanitätspolizei an der Nägeligasse 12, hat es schwer. Lanciert wurde die Idee vor bald fünf Jahren, um den Brennpunkt Schützenmatte zu entlasten. Auf Ängste, das Ausgehlokal könnte zu nächtlicher Lärmbelästigung am gegenüberliegenden Aarehang führen, reagierte die Stadt mit einer Revision des Baugesuchs. Man sah zusätzlich mobile Lärmschutzwände vor.

Insgesamt belaufen sich die Umbaukosten auf fast zwei Millionen Franken.Trotz hermetischer Lärmdämmung stösst das Vorhaben weiter auf Widerstand. Am Freitag lief die Einsprachefrist gegen das Bauprojekt ab, laut Regierungsstatthalteramt gingen rund 20 Einsprachen ein. Bis Dienstag können mit B-Post weitere dazukommen.

Zu den Einsprechenden gehört der Altenberg-Rabbental-Leist, wie Präsident Hans-Jürg Klopfstein bestätigt. Der Leist sei nicht gegen den Jugendclub. Aber weil viele Leistmitglieder um ihre Nachtruhe fürchten, wolle er sicherstellen, dass er bei der Ausgestaltung des Projekts mitreden könne. Alex Haller, Leiter des städtischen Jugendamts, hat viele Einsprachen erwartet. Nun werde man mit den Einsprechern verhandeln und nach Lösungen suchen.

jsz

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