Flughafen kann sich nicht durchsetzen

Belp

Der Flughafen Bern-Belp erhält wiederum eine Konzession – aber nicht so lange wie erhofft. Beim Betriebsreglement gibts Änderungen.

Der Flughafen Bern-Belp erhält von den Behörden die Konzession erneuert – dies für die nächsten 30 Jahre.

Der Flughafen Bern-Belp erhält von den Behörden die Konzession erneuert – dies für die nächsten 30 Jahre.

(Bild: Urs Baumann)

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) erteilt dem Flughafen Bern-Belp für weitere 30 Jahre eine Betriebskonzession. Im Belpmoos wurde der Entscheid als «gute Nachricht» aufgenommen.

Jedoch hatte der Flughafen in seinem Gesuch eine Konzession für gleich 50 Jahre beantragt. Dies hatte bei umliegenden Gemeinden für Kopfschütteln gesorgt. Das Uvek ging aber nicht darauf ein, denn eine solche Konzession erhalten nur Landesflughäfen. Bern-Belp gilt als Regionalflughafen.

Flughafendirektor Mathias Häberli nimmt den Entscheid gelassen hin. «Das hat seine Richtigkeit, damit können wir leben.» Die neue Konzession gebe die nötige Planungssicherheit für Investitionen wie die Pistensanierung oder die Lärmschutzanlage für Standläufe. Die gültige Konzession stammt aus dem Jahr 1985 und läuft im Mai 2016 aus.

Wie das Uvek weiter mitteilte, genehmigte das Bundesamt für Zivilluftfahrt das angepasste Betriebsreglement. «Es gibt keine grundlegenden Änderungen», sagt Sprecher Urs Holderegger. An den Betriebszeiten beispielsweise ändert sich nichts. Hingegen ist dem gültigen Reglement noch eine Liste mit besonders lauten Flugzeugtypen angehängt, die für Belp eine spezielle Bewilligung brauchten.

«Diese Liste wurde aufgehoben, weil die meisten Flugzeuge ohnehin nicht mehr im Einsatz sind», sagt Holderegger. Ausserdem wurde die Zeit für Standläufe am Mittag um eine Viertelstunde verkürzt.

Weiter wurde ein Passus aus dem Reglement gestrichen, wonach die Piste 14 (aus Richtung Norden) als bevorzugte Landepiste zu benützen sei. In erster Linie müsse das Wetter berücksichtigt werden, sagt Holderegger. «Und mit dem Circling macht es keinen Sinn, eine Vorzugspiste zu benennen.» Mit diesem Verfahren können Flugzeuge, die aus Norden kommen, vor der Landung einen Bogen machen und schliesslich auf der Piste 32 landen.

Alle Änderungen hätten bezüglich Lärm keine negativen Auswirkungen, sagt Holderegger.

rei/BZ

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