Feusi expandiert nach Gümligen

Güm­ligen

Feusi sorgt für neues Leben auf dem Areal der International School of Berne beim Bahnhof Güm­ligen. Nur auf einem Teil allerdings – die übrigen Schulbauten machen Wohnungen Platz.

Sandra von May,Feusi-Inhaberin.

Was passiert mit den Schulbauten an der Mattenstrasse? Das fragte sich in Gümligen so mancher, nachdem die International School of Berne (ISB) im Frühling die angestammten Räume beim Bahnhof in Richtung Siloah-Areal verlassen hatte. Nun schafft Feusi-Inhaberin Sandra von May auf Anfrage zumindest in Teilen Klarheit: «Wir haben das Haus an der Mattenstrasse 2 langfristig gemietet und ziehen im Sommer mit den Kleinen her.»

Konkret verlegt Feusi die Kita für Kinder ab 6 Monaten, die Pre-School für die bis zu 3-Jährigen, den Kindergarten für die 4- und 5-Jährigen sowie die ersten bis sechsten Klassen nach Gümligen. «Künftig können wir die ganze Primarstufe unter einem Dach anbieten», stellt von May zufrieden fest. Bisher war das nicht der Fall: Bis zur vierten Klasse gingen die Kinder in der ehemaligen amerikanischen Botschaft im Berner Kirchenfeld ein und aus. Die fünfte und sechste Klasse ­besuchten sie am Hauptsitz in Bern-Wankdorf.

«Wir haben lange nach geeigneten Räumen gesucht», fügt von May an und schwärmt davon, dass am neuen Ort endlich ein – wenn auch kleiner – Pausenplatz vorhanden sei. Offen sagt sie, dass sie mit dem Wegzug noch ein Ziel verfolgt. Sie tut dies mit Blick darauf, dass am neuen Ort die doppelte Fläche zur Verfügung steht als heute im Kirchenfeld: «Wir wollen wachsen.»

Von einer «Win-win-Situation» redet auf der anderen Seite Markus Stebler. Er präsidiert die International School of Berne Foundation und vertritt in dieser Funktion die Liegenschaftsbesitzerin in Gümligen. Die Vermietung an Feusi sei auch für die Stiftung ideal, erklärt er. Das Haus an der Mattenstrasse 2 sei für einen Weiterbetrieb als Kindergarten und Schule prädestiniert.

Studierende profitieren

Genau: Feusi wird nur ein ISB-Gebäude übernehmen. Die übrigen Schulbauten auf der anderen Strassenseite, typische Häuser aus den 1960er-Jahren, werden abgerissen. An ihre Stelle soll eine Siedlung mit 33 Mietwohnungen treten. Die Zeit bis zum Baubeginn in frühestens einem Jahr will die Stiftung mit einer Zwischennutzung überbrücken. Die Verhandlungen dafür seien auf gutem Weg, sagt Stebler, ohne genauer zu werden.

Die Stiftung ist nach dem Verkauf der ISB an einen privaten Bildungskonzern entstanden. Sie hat vom nun überflüssigen Trägerverein die Gebäude am Mattenweg übernommen. Mit ihren Erträgen unterstützt sie junge Leute, die nach Abschluss der ISB studieren wollen.

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